Maigang-Müll bleibt Problem auf Grillwiese

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Pause auf Cappenberg - von hier ziehen die Maigänger weiter Richtung Lünen. (Foto: Magalski)
Tausende machten sich am Sonntag auf den Weg für die Kult-Wanderung des Jahres, den Maigang. Die Bilanz am Ende des Tages fällt unter dem Strich positiv aus, mit deutlich besseren Zahlen als im letzten Jahr. Problem bleibt der Müll.

Besucher kamen aus der ganzen Region auf die Grillwiese in Lünen. Sonne und warme Temperaturen machten nach den Regentagen Lust auf einen Ausflug und so stieg auch die Zahl der Maigänger seit dem Morgen. In Spitzenzeiten feierten nach Schätzungen des Ordnungsamtes der Stadt Lünen rund sechstausend Personen zur gleichen Zeit auf der Wiese am Cappenberger See. Die Polizei spriach am Montag von einigen für den Anlass typischen Delikten. Im Detail fünf Körperverletzungen, drei gefährliche Körperverletzungen, fünf Widerständen, zwanzig Platzverweisen und einem Raub und einen Diebstahl. Acht Personen nahmen die Beamten in Gewahrsam. Für Erstaunen sorgte ein junger Mann, er brachte aus unbekannten Motiven seine "Messer-Sammlung" mit zur Grillwiese und weckte damit das Interesse der Polizei.

Deutsches Rotes Kreuz hatte weniger Einsätze

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr setzte die Stadt bereits ab dem frühen Morgen auf eine Vollsperrung der Cappenberger Straße, laut Ordnungsamt-Leiter Bernd Wiesner eine bewährte Maßnahme. Sebastian Baranowski, Einsatzleiter der Sanitätsstation des Deutschen Roten Kreuzes, verzeichnete deutlich weniger Einsätzen als im letzten Jahr. "Von Betrunkenen über stark Alkoholisierte und Schnittverletztungen bis zum Bollerwagen, der einem Maigänger in die Hacken gefahren war", so Baranowski. Zum Ende waren es knapp über siebzig Hilfeleistungen vor Ort und vier Transporte in Krankenhäuser, im vergangenen Jahr waren es über hundert Einsätze. Kräfte des Roten Kreuzes aus Hagen-Vorhalle und Olfen unterstützten in diesem Jahr den Ortsverein Lünen bei seiner komplexen Aufgabe. Im Hintergrund kümmerte sich die Feuerwehr Lünen um die technische Einsatzleitung.

Glas im schlammigen Boden

Scherben auf der Wiese. Tüten und Dosen in den Büschen. Kaputte Grills und Reste von Bollerwagen. Ein Problem auf der Grillwiese und auf dem gesamten Zugweg des Maigangs bleibt schon wie in den Vorjahren der Müll. Montagmorgen begann ein Team unter Leitung der Abteilung Stadtgrün, darunter auch Sozialhilfeempfänger und Flüchtlinge als freiwillige Helfer, mit der Reinigung des Geländes. Weil Glasscherben sich tief in den schlammigen Boden gebohrt haben und diese Verletzungsgefahr nun in mühevoller Kleinarbeit entfernt werden muss, bleibt das Areal um die ehemalige Grillhütte voraussichtlich noch eine Woche gesperrt", so die Stadt Lünen.

Live-Videos vom Maigang gibt es auf der Facebook-Seite des Lüner Anzeigers

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