Mieter füllt Birkenfeld-Leerstand mit Leben

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Inhaber Erol Karaduman und Elektriker Thomas Fahrni haben bis zur Eröffnung noch viel Arbeit. (Foto: Magalski)
 
Montag ging bei Gefromm die neue Zufahrt für Lastwagen in Betrieb. (Foto: Magalski)
Im Traditionsbetrieb Birkenfeld in Lünen-Süd gingen vor zwei Jahren die letzten Brötchen über die Theke, nun zieht mit einem türkischen Restaurant neues Leben in das Ladenlokal an der Jägerstraße. Neues gibt es auch bei Gefromm an der Bebelstraße. Ein Blick auf den Stadtteil.

Inhaber des neuen Unternehmens in den alten Birkenfeld-Räumen ist Erol Karaduman. Der Bauunternehmer aus Dortmund renoviert mit seinem Team nach eigener Aussage oft Restaurants und ein eigener Betrieb dieser Art war ein lang gehegter Wunsch. Die Räume der Bäckerei boten da ideale Bedingungen für den "Mevlana Palast". Karaduman will hier türkische Spezialitäten aus eigener Herstellung anbieten, mit Plätzen im Innenbereich und vor der Tür. Kunden erwartet er nicht nur aus Lünen, sondern auch aus der näheren Umgebung wie Derne, Eving oder Bergkamen. "Ein Lokal dieser Art fehlt hier in der Nähe." Im Mai begannen die Bauarbeiten. Der Kundenbereich erstrahlt schon in neuem Glanz, nun geht es noch an den Umbau der hinteren Räume als Küchenbereich und Sozialräume. Im Moment warte man noch auf die Freigabe durch das Bauordnungsamt, läuft alles glatt, plant Karaduman für Mitte August die Eröffnung. Siegrid Birkenfeld ist froh über die geglückte Vermietung, denn "wenn der Laden so lange leer steht, wird es ja nicht besser", sagt die Geschäftsfrau. Interessenten für die Räume habe es vorher schon gegeben, aber die passten nicht ins Konzept. Im August feiert Siegrid Birkenfeld den siebzigsten Geburtstag, dann geht es mit der ganzen Familie in den "Mevlana Palast".

Zwölf Ladenlokale sind ohne Nutzung

Arbeiten laufen - so es scheint beim Blick durch das Schaufenster - auch im alten Schuhaus Mondry an der Ecke Bahnstraße und Jägerstraße. Farbeimer und Einrichtung stehen im Raum. Ein Lampenhandel solle hier einziehen, berichtet ein Geschäftsmann im Gespräch, bis Redaktionsschluss am Dienstag gab es dafür aber keine offizielle Bestätigung. "Leerstände sind im Stadtteil Lünen-Süd ein großes Problem, deshalb wurde dieses Thema auch in das Städtebau-Förderprogramm aufgenommen", erklärt Katharina Bensch, bei der Stadt Lünen die Verantwortliche für das Stadtteilentwicklungs-Projekt Lünen-Süd. Das Team im Stadtteil-Büro an der Jägerstraße stellt Leerstände auf Wunsch der Immobilien-Eigentümer für mögliche Interessenten auf der Homepage der Stadt ins Internet. Eine Liste gibt Aufschluss über die aktuelle Situation. Zwölf Ladenlokale sind entlang der Jägerstraße mit Stand von Montag ohne Nutzung, vereinzelt gebe es zudem Leerstände in Nebenstraßen, berichtet Martin Pricken vom Stadtteil-Büro. Anfragen für Ladenlokale gebe es aber immer wieder, darunter auch Interessenten aus dem Bereich von Vereinen und ähnlichen Institutionen.

Neue Zufahrt bei Getränke Gefromm

Lünen-Süd als lebendigen Stadtteil erhalten, das liegt auch im Interesse von Jürgen Gefromm. Der Vize-Vorsitzende der Interessengemeinschaft Lünen-Süd investiert aktuell selbst in den Standort. Montag ging nach sechs Monaten Bauzeit bei Getränke Gefromm an der Bebelstraße die neue Zufahrt zum Firmengelände für Lastwagen in Betrieb. Rechts neben dem Bürogebäude und parallel zur Bahntrasse Richtung Preußenbahnhof gelegen, ist der schwere Verkehr nun runter von der Zufahrt zum Aldi-Markt. "Gewerbliche Abholer sollen in Zukunft - nach dem Umbau des Büros - auch über die neue Einfahrt fahren", erzählt Jürgen Gefromm von weiteren Plänen zur Beruhigung der Verkehrssituation rund um den Supermarkt.

Thema "Einzelhandel" im Lokalkompass:
> Kunden-Zufriedenheit ist das große Ziel
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