Mörderhaus wird Fall für Lena Stern

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Realität und Fiktion vermischen sich im Buch "Das Mörderhaus". Foto: Magalski
Ulli Eike bringt am Schreibtisch gerne Menschen um die Ecke – dieses Mal mordet der Autor in Lünen. Hauptkommissarin Lena Stern ermittelt im neuen Buch im gruseligen Fall um das Mörderhaus. Eine Geschichte mit einem wahren Hintergrund.

Lena Stern ist nach einem Alleingang im letzten Einsatz noch vom Dienst suspendiert, doch dieser Umstand hindert die Hauptkommissarin nicht an Ermittlungen auf eigene Faust. In Lünen passieren nach einem Zeitungsartikel über ein Mörderhaus schlimme Dinge, nach langer, langer Zeit sterben wieder Menschen. Lena gerät in ein Labyrinth aus Vertuschung und Rache. Inspiration für seinen neuen Krimi fand Ulli Eike, der mit seiner Frau Gabi an der spanischen Costa Blanca lebt, tatsächlich in einem Zeitungsartikel. Im Januar erschien im Lüner Anzeiger ein Bericht über das echte Mörderhaus von Lünen, ein junger Mann tötete hier in einer einzigen Nacht vor fast hundert Jahren eine ganze Familie und ihre Magd. Sechs Menschen. Eike las den Online-Artikel mit professionellem Interesse, doch noch bot die Geschichte nicht genug Stoff. Eine Woche später änderte sich das mit dem zweiten Artikel über den Mörder mit weiteren Recherchen aus dem Stadtarchiv Lünen.

„Realität ist die Grundlage der Geschichte"

„Der Artikel vertiefte die ursprüngliche Geschichte und warf gleichzeitig noch mehr Fragen auf – und unbeantwortete Fragen sind für einen Krimiautor gleichbedeutend mit Rätsel und damit Romanstoff. Ich beschloss, mich ernsthaft mit dem Mörderhaus und seiner Geschichte auseinanderzusetzen“, erzählt Eike. Im Fall bekommt Lena Stern Hilfe von einem Journalisten und einer Mitarbeiterin des Stadtarchivs, so wie Autor Ulli Eike für seine Recherchen zum neuen Buch. Dritter im Bunde der Informanten war Wolfgang Schubert, der Macher der umfangreichen Internetseite zur Zeche Minister Achenbach. Bergbau und Mörderhaus verknüpft Ulli Eike. „Realität ist die Grundlage der Geschichte, alles andere stammt aus meiner Feder“, erzählt der Wahl-Spanier. Mitte Februar schrieb Eike die ersten Sätze für seinen neuen Kriminalroman, gerade sechs Wochen später waren dreihundert Seiten gefüllt und das Buch ging in Druck.

Leiche am Wehr in Beckinghausen

Den Leser erwartet eine spannende Story mit realen Orten. Das Lippewehr an der alten Westfalia-Brücke in Beckinghausen wird zum Fundort einer Leiche - kein Zufall. Eike übernahm ein Gedankenspiel unserer Redaktion aus dem Artikel über sein Buch „Thanatos“ im November des letzten Jahres. „Eine Tote am Lippewehr nahe der alten Westfalia-Brücke wäre doch eine Idee - natürlich aber wie bei allen Fällen Eikes nur auf dem Papier“, hieß es im Schlusssatz des Beitrags. Im Buch schwimmt nun ein Mann tot im Wasser der Lippe am besagten Wehr, er bleibt nicht das einzige Opfer. Weitere Schauplätze sind der Marktplatz oder die Persiluhr, mit dem kleinen Lüner Wahrzeichen mit der weißen Frau verbindet Eike ganz persönliche Erinnerungen. „In der Gaststätte des Hotels hatte ich das erste Rendezvous mit meiner Frau“, verrät der gebürtige Dortmunder. Fans von Lena Stern können sich nach der Lektüre von „Das Mörderhaus“ schon auf das Ende des Sommers freuen – denn dann erscheint das fünfte Buch um die eigensinnige Polizistin. „Lena ermittelt wieder in Dortmund“, verrät Eike. Klingt nach sicheren Zeiten für Lünen, allerdings ist ein Schriftsteller wie Ulli Eike immer für eine Überraschung gut…

DAS BUCH

Kaufen kann man „Das Mörderhaus“ von Autor Ulli Eike als gedrucktes Taschenbuch zum Preis von 9,90 Euro oder E-Book für 0,99 Euro zum Beispiel bei Amazon im Internet, auf Lager ist das Buch aber auch in der Lippe Buchhandlung in Lünen.

Thema "Lena Stern" im Lokalkompass:
> Ulli Eike versenkt Leichen im Horstmarer See
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