Radfahrer sorgen für Ärger in der Baustelle

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Radfahrer absteigen - die Botschaft ist klar an den Zugängen zur Baustelle. (Foto: Magalski)
Radfahrer absteigen! Schilder weisen an den Zugängen zur Baustelle auf das Verbot hin, doch viele Radler bleiben im Sattel. Polizisten schrieben bei einer Kontrolle fast siebzig Knöllchen!

Fußgänger, Radfahrer, Mütter mit Kinderwagen, Senioren mit Rollator, Rollstuhlfahrer, Menschen mit Hund, Kunden mit vollen Taschen und natürlich die Bauarbeiter - im Bereich der Großbaustelle zwischen Persiluhr und Lippebrücke herrscht im Moment ein enges Miteinander. Reibereien sind da vorprogrammiert, viele Beschwerden gab es in der letzten Zeit bei Polizei und Stadt über Radfahrer. Passanten und auch anliegende Geschäftsleute berichten von brenzligen Momenten. Radfahrer quetschten sich nach den Schilderungen durch die Engstellen, mehrere Male kam es dabei laut Zeugen schon zu leichteren Zusammenstößen. Donnerstag und Freitag letzter Woche nahmen aus diesem Grund Beamte der Radstaffel der Polizei Dortmund die Situation vor Ort unter die Lupe und die Zahlen der Schluss-Bilanz von Montag sprechen eine deutliche Sprache. Im Laufe der Kontrollen erwischten die Polizisten am Donnerstag 29 Radfahrer, am Freitag stoppten die Einsatzkräfte sogar 39 Radler. Fünfzehn Euro kostete das Radfahrer-Knöllchen im Regelfall.

Polizei plant weitere Einsätze

Abzocke-Vorwürfe weißt die Polizei zurück, es gehe um die Sicherheit. "Wenn Kunden aus einem Geschäft kommen, stehen sie schon mitten im engen Durchgang und kommt dann ein Radfahrer, führt das zu gefährlichen Situationen", erklärt eine Pressesprecherin der Polizei in Dortmund. Kollisionen zwischen Fußgängern und Radfahrern hätten häufig schwere Verletzungen auf beiden Seiten zur Folge. "Weitere Einsätze sind geplant", so die Polizeisprecherin.

Thema "Baustelle" im Lokalkompass:
> Marktfrauen ziehen für Baustelle ins Lager
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Grazyna Kania aus Lünen | 28.09.2016 | 18:36  
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