Reinhold und Apollonia lieben sich eisern seit über 65 Jahren

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Viel zusammen lachen & viel Vertrauen: Das sind die Zutaten für die ewige Liebe von Reinhold (88) und Apollonia Groth (87). Am 20. Mai feiern die beiden ihre Eiserne Hochzeit.
 
Viel zusammen lachen & viel Vertrauen: Das sind die Zutaten für die ewige Liebe von Reinhold (88) und Apollonia Groth (87). Am 20. Mai feiern die beiden ihre Eiserne Hochzeit.
Vor 65 Jahren, am 20. Mai, 1950, schauten sich Reinhold und Apollonia Groth tief in die Augen und sagten „Ja“. Und am 20. Mai feiern die beiden nun ihre Eiserne Hochzeit. Die Erfolgsgeschichte einer tollen Liebe.

Und diese eiserne Liebe trug viele Früchte: Vier Kinder haben die beiden. Max, Ilse, Ewald und Hubert schenkten den Groths dazu elf Enkel und mittlerweile ist auch schon die vierte Generation mit 6 Urenkeln. Alles, weil sich die Wege der beiden Herzblätter nach dem Krieg in Augsburg kreuzten.

Reinhold kommt ursprünglich aus Pommern, „meine Frau ist bayerischer Landadel aus Lamerdingen“, scherzt der Ehemann und seine Frau lacht dazu.
Reinhold wurde mit 17 in den Arbeitsdienst eingerückt und danach als Soldat eingezogen. In den Vogesen geriet er 1944 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Im Juli 46 wurde er entlassen, wusste zunächst nicht wohin, ihn verschlug es nach Augsburg, wo ein guter Freund lebte. „Aber dort kannte ich sonst keine Seele, ich musste mich durchbeißen“, erinnert sich der heute 88-Jährige an eine schwere Zeit.

Alles änderte sich, als er seine Apollonia traf. Auf dem Tanzboden, im Lokal „Regenbogen“, war es schnell um die Beiden geschehen. „Sie war wunderbar und die Älteste in einem Drei-Mädelhaus. Dort wurde ich ganz toll aufgenommen“, so Reinhold Groth. 1950 wurde geheiratet in Augsburg, aber seinerzeit konnte man sich dort nicht beruflich weiterentwickeln. Also ging es ins Ruhrgebiet.
„Da habe ich meiner Frau schon was zugemutet. Aus dem schönen Bayern hierhin, wo alles schwarz war damals“, erinnert sich Reinhold, der dann unter Tage auf der Zeche Victoria arbeitete.
„Aber ich hatte auch schon immer eine soziale Ader“, sagt Groth im Hinblick auf seine weiteren Aktivitäten. Er war im Betriebsrat, dort auch Vorsitzender. 37 Jahre lang Knappschaftsältester und 20 Jahre Schiedsmann im Lüner Norden. „Im Ortsverein der SPD war ich eigentlich auch immer im Vorstand“, so Reinhold Groth, der auch im Rat und im Sozial- und Jugendhilfeausschuss war. Für seinen unermüdlichen politischen und sozialen Einsatz erhielt er das Bundesverdienstkreuz. „Aber das geht alles nur, wenn einem die Frau den Rücken freihält und immer hinter einem steht.“

Apollonia konnte damals durch den Krieg ihre Lehre als Herrenschneiderin nicht beenden. Später widmete sie sich ganz der Familie. „Sie konnte mir aber richtig gut einen ganzen Anzug schneidern“, so der Ehemann. Gereist sind die beiden auch gerne, 1957 zum Beispiel ging es mit den Kindern im 600er Fiat nach Bayern zum Camping. Später bereisten die Groths halb Europa. „Italien, Frankreich, Ungarn, Dänemark, England“, listet Reinhold Groth einen Teil der Reiseziele auf. Das große Hobby der beiden war dazu auch immer der eigene Garten an ihrem Wethmarer Haus. „Im Alter ist es aber leider immer schwerer geworden, dort aktiv zu sein“, so Reinhold Groth.

Das Rezept ihrer Liebe? „Man muss auch Kompromisse schließen, aber das muss man im Leben immer. In einer Ehe muss man Vertrauen haben, das hatten wir“, sagen beide.
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2 Kommentare
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Peter Eisold aus Lünen | 19.05.2015 | 17:35  
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Hans Werner Wagner aus Lünen | 19.05.2015 | 22:23  
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