Reise zwischen Glück und Elend

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Willkommen in der Mongolei - es gibt Kartoffelsalat und Wiener Schnitzel. Typisches deutsches Essen in einem Land, dessen Steppe so weit ist. Wer das Leid der Müllkinder kennt, dem vergeht der Appetit.

Eine Achterbahn der Gefühle, so lässt sich die Motorrad-Tour von Lothar Baltrusch und Andreas Hülsmann zum Patenkind Huyen in Vietnam beschreiben. Atemberaubende Momente in der Steppe, alleine mit den Sternen am Himmel. Ein paar Tage Pause in Oasis, wo die beiden Abenteurer aus dem Kreis Unna viele Menschen treffen, die wie sie "on Tour" sind. Etwas verrückter manchmal, im positiven Sinne. Dann der Besuch bei den Müllkindern. Sie leben von Dingen, die andere Menschen weggeworfen haben. Im Winter ist die Kanalisation ihr Zuhause, der einzige Ort, der etwas Wärme verspricht. World Vision, die Organisation, über die Lothar sein Patenkind Huyen gefunden hat, kümmert sich um die Kinder. Klar, dass Lothar Station machen muss. Er spricht mit den Kindern, schenkt Ihnen Trikots von Borussia Dortmund. "Zwischen „Herzbluten“ und „Herzhüpfen“ war alles dabei", beschreibt der Radiomoderator am Ende den Tag. Lothar spendet und dann geht die Reise weiter. China kommt langsam in Sicht. Das Ende des Satelliten-Telefons, das vorläufig in Einzelteile zerlegt wird. Technik dieser Art sehen die Chinesen nicht gerne. "Durchaus möglich, dass dieses nun für zwei Wochen das letzte Zeichen von mir ist", schreibt Lothar. Wollen wir nicht hoffen, oder?

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