Schnee-Wochenende bringt Arbeit für Retter

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Ein Auto schleuderte in den Grünstreifen, das Rad riss aus der Achse. (Foto: Magalski)
 
Die Feuerwehr kämpfte am Samstag auch gegen dichtes Schneetreiben. (Foto: Magalski)
Wochenende und Erholung? Keine Chance! Der Samstag brachte eine Menge Arbeit für Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienste in der Region. Schuld hatte in den meisten Fällen der Wintereinbruch mit Schnee und glatten Straßen.

Der Schnee kam mit Macht und verwandelte viele Straßen in kurzer Zeit in Rutschbahnen. Die Leitstelle der Polizei in Dortmund sprach auf Anfrage von knapp sechzig Verkehrsunfälle mit drei Leichtverletzten und etwa neunzigtausend Euro Sachschaden bis zum frühen Nachmittag in Lünen und Dortmund. Die Leitstelle der Kreispolizeibehörde Unna meldet für den gleichen Zeitraum rund dreißig Wetter-Unfälle im Kreis Unna außer Lünen mit elf Leichtverletzten und einem Sachschaden von etwa 115.000 Euro. Entwarnung in Sachen Straßenglätte gibt in den nächsten Stunden wohl nicht, der Deutsche Wetterdienst warnt für die Nacht zu Sonntag vor gefrierendem Schneematsch.

Vier Kinder und Frau im Krankenhaus

Der Löschzug Bork eilte am Samstagmorgen zum Borker Landweg. Eine Frau befuhr die Straße aus Richtung Selm, verlor dann in Höhe der Einmündung Schorfheide die Kontrolle über das Auto. Der Wagen prallte gegen eine Mauer, einen Strom-Mast und rutschte in den Graben. Die Frau und vier Kinder aus dem Auto kamen zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr aus Bork sperrte die Fahrbahn für die Rettungsarbeiten und sicherte den beschädigten Masten. In Südkirchen verunglückten am Morgen auf der Münsterstraße vier Autofahrer mit ihren Fahrzeuge, darunter ein Mann aus Selm. Ursache war nach ersten Informationen des Einsatzleiters der Polizei vor Ort in diesem Fall nicht der Schnee, sondern offenbar ein missglückter Überholversuch.

Auto prallt in Gegenverkehr

Ein Volkswagen fuhr in Richtung Nordkirchen und kollidierte mit einem Seat im Gegenverkehr, zwei weitere Autofahrer verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Ein Selmer rutschte mit seinem Passat in den angrenzenden Graben, erlitt aber keine Verletzungen. Die Feuerwehr rückte mit den Löschzügen Nordkirchen, Südkirchen und Capelle an, befreite den eingeklemmten Fahrer des Seats aus seinem Auto. Der Nordkirchener kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus,ein weiterer Unfallbeteiligter überstand den Unfall nach Auskunft der Polizei vor Ort mit leichteren Verletzungen. Die Arbeiten an der Unfallstelle liefen noch, da legte der Schnee so richtig los und überzog in kurzer Zeit alles - zum Leidwesen der Polizei auch das eingezeichnete Spurenbild auf der Fahrbahn - mit einer weißen Decke.

Kupferdiebe mit dummer Idee

In Lünen meldete die Feuerwehr bis zum Mittag keine Einsätze aufgrund des Winter-Wetters. Die Berufsfeuerwehr fuhr am Morgen allerdings zur Kleingarten-Anlage "Grüne Insel" am Rande von Alstedde. Metalldiebe wollten hier in der Nacht zu Samstag offenbar Beute machen und schraubten an einer Kupferleitung eines Gastanks. Die Leitung wurde undicht, Gas strömte aus und das rief die Feuerwehr auf den Plan. "Ein Trupp unter Atemschutz schieberte die Gasleitung ab, die Stadtwerke waren ebenfalls vor Ort", so Stephan Dörnbrack von der Feuerwehr Lünen.

Thema "Winter" im Lokalkompass:
> Wetterdienste: Samstag fällt Schnee im Kreis
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