Schüler nach Reizgas-Austritt in Kliniken

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Rettungskräfte brachten viele Schüler zur Behandlung in Krankenhäuser. (Foto: Magalski)
Reizgas war am Montag im Schulzentrum an der Südkirchener Straße in Selm wohl der Auslöser für einen Großeinsatz der Rettungskräfte. Hundert Schüler waren nach Angaben der Feuerwehr vom Mittag betroffen, davon kamen dreißig Personen in Krankenhäuser.

Im Foyer des Gebäudes, das von Otto-Hahn-Realschule und der Selma-Lagerlöff-Sekundarschule genutzt wird, kam es offenbar und aus noch ungeklärter Ursache zum Austritt von Reizgas. Schüler und Lehrer klagten plötzlich über Symptome wie Husten und Kratzen im Hals - die Folge war ein Großeinsatz der Rettungskräfte. Die Feuerwehr Selm alarmierte über die Kreisleitstelle in Unna Kräfte für einen sogenannten Massenanfall von Verletzten. Neben Rettungswagen aus mehreren Städten im Kreis Unna und Nachbarkreisen, eilten die Feuerwehren aus Lünen, Kamen und sogar Dortmund zur Unterstützung an die Südkirchener Straße. Spezialeinheiten zum Transport und die Versorgung von vielen Patienten fuhren mit Blaulicht und Martinshorn durch den Kreis Unna nach Selm und sorgten auch in anderen Städten für Aufsehen. Insgesamt waren ungefähr 170 Einsatzkräfte vor Ort. In Lünen besetzte der freiwillige Löschzug Mitte die Hauptwache und sorgte so für Sicherheit im Stadtgebiet.

Eltern kamen zum Schulzentrum

Ärzte und Rettungsdienst-Mitarbeiter untersuchten die Schüler in der Schule, entschieden dann über einen Transport ins Krankenhaus. Viele Schüler wurden vor Ort ihren Eltern übergeben, die in großer Sorge zum Schulzentrum geeilt waren, doch nach Stand vom Nachmittag kamen auch rund dreißig Schüler zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser. Glück im Unglück: Die Verletzungen sind vermutlich bei allen Betroffenen leichterer Art. Die Stadt Selm hat für Eltern und andere Betroffene eine Bürger Hotline eingerichtet: 02592 / 69125.

Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise

Die Polizei sperrte für die Aufstellung der Rettungskräfte mehrere Straßen rund um den Einsatzort. Zeitgleich leitete die Kriminalpolizei die Ermittlungen ein, laut Polizeisprecher Thomas Röwekamp ermitteln die Beamten wegen gefährlicher Körperverletzung. Zeugen, die Hinweise auf den Verursacher geben können, melden sich unter Telefon 02389 / 921 34 20 bei der Polizei in Werne.

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