Silvester-Nacht bringt viel Arbeit für Retter

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Ein Feuerwehrmann öffnet den brennenden Container in Horstmar. (Foto: Magalski)
Raketen stiegen um Mitternacht in den Nachthimmel und begrüßten das neue Jahr, da waren Feuerwehren und Polizei schon seit Stunden auf der Straße im Einsatz. Zur Silvester-Nacht gibt es eine unruhige Bilanz.

In Lünen fuhren die Berufsfeuerwehr und die freiwilligen Löschzüge Mitte, Horstmar, Niederaden und Brambauer bis zum frühen Morgen zu insgesamt zwölf Einsätzen. Von Hecken, die durch Feuerwerk in Brand gerieten bis zu brennenden Mülltonnen handelte es sich in der Regel um kleinere Einsätze. In Horstmar brannte an der Preußenstraße zum Beispiel ein Altkleider-Container, in Brambauer an der Helmutstraße beschäftigte ein Feuer an einer Gartenlaube die Wehr. Drei Einsätze mit ausgelösten Rauchmeldern an der Gerhard-Hauptmann-Straße, der Heinestraße und dem Nordplatz wurden der Feuerwehr Lünen als vermutliche Wohnungsbrände gemeldet, vor Ort gab es aber schnell Entwarnung und kein Feuer.

Feuerwerk trifft Partygäste - viele Verletzte

Der Rettungsdienst der Stadt Lünen fuhr in der Nacht rund dreißig Einsätze. Zwei Rettungswagen wurden kurz nach Mitternacht zur Unterstützung nach Datteln gerufen- hier kam es an einem Hotel zu einem tragischen Unglück. Unbekannte zündeten nach bisherigen Informationen hier ein in Deutschland wohl nicht zugelassenes Feuerwerk. Das Feuerwerk stürzte um und feuerte in die Menge der Gäste, fünfzehn Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Rettungskräfte aus den umliegenden Kreisen eilten den Opfern zur Hilfe. Die Feuerwehr Selm beschäftigten in der Nacht lediglich zwei Einsätze, in beiden Fällen brannten Hecken an der Kreisstraße und der Waltroper Straße.

Randale am Zentralen Omnibusbahnhof

Die Polizei Dortmund meldet in ihrer Silvester-Bilanz für Lünen knapp fünfzig Einsätze in der Nacht, mit Dortmund und den Autobahnen knackt die Zahl die Marke von fünfhundert Alarmierungen. Den Schwerpunkt der Einsätze bildeten Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Eigentumsdelikte, Brände Hilfeersuchen und hilflose Personen sowie zahlreichen Ruhestörungen. Am Zentralen Omnibusbahnhof in Lünen waren Vandalen am Werk, kippten Mülltonnen die Treppe zum Bahnhof hinunter und zerstörten Scheiben von Fahrnplan-Aushängen.

Messerstich in den Hals

Im Kreis Unna verlief der Jahreswechsel ruhiger, hier spricht die Leitstelle von zehn Körperverletzungen, zwei Sachbeschädigungen, vier Eigentumsdelikten darunter auch Einbrüche, zwei Hausfriedensbrüchen, fünf Ruhestörungen, fünf Hilfeersuchen, fünf hilflosen Personen und elf Bränden. In Unna, Kamen und Fröndenberg entfernten Unbekannte Gullideckel und legten sie auf die Fahrbahn. In Schwerte kam es zu einem heftigen Streit zwischen zwei Gruppen, ein junger Mann erlitt schwere Verletzungen durch einen Messerstich in den Hals.

Thema "Silvester" im Lokalkompass:
> Minister warnt vor Silvester vor Feuerwerk
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Patrick Beck aus Dortmund-West | 02.01.2016 | 21:56  
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