Sparkassen-Fusion kurz vor Unterschrift?

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Die Fusion der Sparkassen war am Donnerstag Thema. (Foto: Magalski)
Gedankenspiele waren es noch im April dieses Jahres, nun scheint eine Fusion der Sparkassen Lünen-Selm und Werne fast auf der Zielgeraden. Donnerstag informierten die Bürgermeister von Lünen, Selm und Werne sowie der Vorsitzende des Verwaltungsrates Achim Schwarz in einer Pressekonferenz.

Im April erteilten die Träger der Zweckverbands-Sparkasse Lünen-Selm und der Stadtsparkasse Werne den Auftrag zur Prüfung verschiedener Formen der Kooperation – bis hin zu einer Fusion. Träger der Sparkassen sind die Städte Lünen und Selm sowie und Werne. Die Bürgermeister dieser drei Städte, Hans Wilhelm Stodollick aus Lünen, Mario Löhr aus Selm und Lothar Christ aus Werne luden am Donnerstagabend mit dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Sparkasse Lünen- Selm, Achim Schwarz, zum Pressegespräch in die Stadtverwaltung in Werne. „Wir haben uns mit dem Ergebnis in den letzten Wochen sehr intensiv auseinandergesetzt und sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Fusion der gute und richtige Weg ist, um die beiden Häuser in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, erklärte Lothar Christ. Die Häuser seien beide kerngesund, stehen nicht in einer Not, gemeinsam seien sie aber noch besser aufgestellt – immerhin entsteht mit einer Fusion eine Sparkasse mit einer Bilanzsumme von zwei Milliarden Euro und vierhundert Mitarbeitern. Der Hauptsitz der neuen Sparkasse, deren Name noch nicht feststehe, werde Lünen.

Bürgermeister Christ: „Fusion sichert Arbeitsplätze“

Das Ergebnis der Verhandlungen gebe man nun in die politische Beratung. Bis Ende Oktober soll es den beteiligten Stadträten zur Beschlussfassung vorgelegt werden, heißt es in der Pressemitteilung. Im Anschluss ist der Weg frei für den öffentlich-rechtlichen Vertrag. Herabstufungen oder betriebsbedingte Kündigungen werde es durch die Fusion nicht geben, erläuterte Mario Löhr, Bürgermeister von Selm. Im Gegenteil, eine Fusion sichere Arbeitsplätze, ergänzte Christ. Die Mitarbeitervertreter seien von Anfang an mit eingebunden gewesen, am Donnerstag informierte man sie zudem über das Pressegespräch am Abend in Werne. In Lünen und Selm wurden am Donnerstagabend außerdem die Fraktionsvorsitzenden über die Pläne informiert, in Werne passierte das schon am Mittwoch. Für Kunden bringe eine Fusion fast keine Änderungen. Ein Lüner werde nicht nach Werne fahren müssen und ein Werner nicht nach Lünen – seine Angelegenheiten erledige man weiter in der Filiale vor Ort, so Christ. Filialschließungen seien laut den Vertretern der Träger zunächst kein Thema, mittelfristig sind sie gerade vor dem Hintergrund der immer stärkeren Bedeutung von Online-Banking aber wohl auch kein absolutes Tabu-Thema.

Thema „Sparkasse“ im Lokalkompass:
> Sparkassen Lünen und Werne prüfen Fusion
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