Sparkassen Lünen und Werne prüfen Fusion

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Die Sparkassen Lünen / Selm und Werne prüfen eine Fusion. (Foto: Magalski)
Sparkassen - wohin geht der Weg? Konkrete Antworten auf diese Frage gibt es wohl nicht vor dem Ende der Sommerferien. Fakt ist aber: Die Sparkassen Lünen / Selm und Werne prüfen nach aktuellen Informationen von Donnerstag die Möglichkeiten einer Fusion.

Träger der Sparkassen sind die Städte Lünen und Selm sowie und Werne. Die Bürgermeister dieser drei Städte, Hans Wilhelm Stodollick aus Lünen, Mario Löhr aus Selm und Lothar Christ aus Werne, informierten am Donnerstagmittag bei einer Pressekonferenz im Schlosspark Cappenberg als geografischer Mitte zwischen den Städten. Die Mitarbeiter erfuhren eine Viertelstunde vor dem Pressetermin von den Plänen. Der Wettbewerbsdruck auf alle Kreditinstitute nehme zu und die Anforderungen der Kunden an Preise, Dienstleistungen und Produkte steigen deutlich, das sei kein Geheimnis, zitiert die offizielle Pressemitteilung Mario Löhr, den Bürgermeister von Selm und nennt weiter anhaltende Niedrigzinsen, steigende regulatorische Anforderungen und die demographische Entwicklung als Gründe. Ziel der Fusion sei neben der Einsparung von Kosten die bessere Nutzung von Synergie-Effekten, die Träger stünden mit den Vorständen der Sparkassen Absprache und Rücksprache.

Bürgermeister: Nein zu betriebsbedingten Kündigungen

Die Sparkassen Lünen / Selm und Werne seien laut Bürgermeister Lothar Christ Eigenkapital starke Institute. Lünen / Selm wäre in der Fusion das größere Haus mit einem Bilanzvolumen von 1,35 Milliarden Euro und 302 Mitarbeitern vor Werne mit einer Bilanzsumme von 600 Millionen Euro und 126 Mitarbeitern. Zur Frage von Auswirkungen auf die Mitarbeiter, konkret der Möglichkeit von betriebsbedingten Kündigungen, gab es es seitens der Bürgermeister ein klares Nein - weniger deutlich war die Antwort allerdings mit Blick auf die eventuelle Schließung von Geschäftsstellen nach einer erfolgten Fusion. Die Schließung von Standorten stehe im Moment nicht zur Debatte, so die drei Bürgermeister - aber bleibt es im Rahmen der anstehenden Prüfungen zur Fusion bei dieser Einstellung? Einsparungen könnten sich auch ohne Kündigungen bei den Mitarbeitern ergeben, etwa im Fall des Wechsels von älteren Mitarbeitern in den Ruhestand. Änderungen für die Kunden sind vorerst und vermutlich auch nach der Fusion kein Thema. Die Fusion wird, wenn die Entscheidung für den Zusammenschluss im Sommer fällt, aller Voraussicht nach im nächsten Jahr Realität. Die Sparkassen Lünen / Selm und Werne kooperieren bereits heute in Teilbereichen und unterhalten weitere Kooperationen zu Schwesterinstituten im Verbandsgebiet Westfalen-Lippe.

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