Tierschützer retten Katzen aus Wohnung

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Tierschützer retteten dieses Kätzchen aus einer Wohnung in Lünen. (Foto: Magalski)
Tierschützer retteten am Samstag drei Katzen aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Lünen und verhinderten mit ihrem Einsatz unter Umständen ein Tier-Drama. Die Mieterin der Wohnung war nach Angaben der Nachbarn mehrere Tage nicht mehr zu Hause gewesen, die Katzen blieben in dieser Zeit wohl allein in den Räumen.

Ein Stück Tesafilm war am Samstag der Auslöser der Rettungsaktion. Nachbarn hatten den Verdacht, dass die Mieterin nicht mehr in ihre Wohnung zurück kommen würde und montierten zur Kontrolle das transparente Klebeband versteckt an der Wohnungstür der Frau. Samstag schlugen die Hausbewohner dann Alarm, denn das Klebeband war laut ihren Aussagen noch immer an Ort und Stelle. Die Mieter machten sich Sorgen um die drei Katzen in der Wohnung und riefen die Tierschutz-Organisation Arche 90 zur Hilfe. Nach Gesprächen mit dem Vermieter der Frau und der Polizei gingen Tierschützer am Abend in Begleitung von zwei Polizeibeamten in die Wohnung. „Zwei Katzen kamen uns mit lautem Miau entgegen“, berichtet die Arche-Vorsitzende Heike Beckmann. Ein Katzenbaby verkannte die gute Absicht der Retter, flüchtete durch die Wohnung. Die Retter fingen das Kätzchen erst nach mehreren Versuchen.

Perserkater droht Schur unter Narkose

„Der Ernährungszustand der Tiere war noch in Ordnung, allerdings waren alle drei Katzen ziemlich ausgetrocknet“, so Heike Beckmann. Die Vorsitzende der Arche brachte die Katzen noch am Samstagabend zur Untersuchung in eine Tierarztpraxis, hier bleiben die Tiere nun für mehrere Tage auf der Krankenstation. Der Perserkater hat nach aktuellen Stand wohl eine unangenehme Prozedur vor sich – weil sein langes Fell völlig verfilzt ist, droht eine Schur unter Narkose!
Keine Antwort gibt es bisher auf die Frage nach der Zukunft der drei Samtpfoten: Die Arche 90 will sich um die Unterbringung der Katzen bei tierlieben Menschen kümmern, doch offiziell gehören die Tiere noch der Frau. „Versuche zur Kontaktaufnahme, etwa ein Zettel nach dem Einsatz an der Wohnungstür, blieben ohne Erfolg, wir kennen den Aufenthaltsort der Frau nicht“, so Heike Beckmann am Dienstag. Die Tierschutzorganisation prüft über ihren Anwalt nun rechtliche Schritte gegen die Besitzerin zum Wohle der Katzen.

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1 Kommentar
Daniel Magalski aus Lünen | 15.04.2015 | 20:40  
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