Überfall für Hilfsprojekt in Kolumbien?

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Ermittler sichern am Mittwoch Beweismittel vor dem Wohnhaus. (Foto: Magalski)
Raub für den guten Zweck? Der Senior aus Lünen, den Polizisten am Mittwoch nach einem Überfall in einem Wohnhaus auf Cappenberg verhafteten, sitzt seit Donnerstag in Untersuchungshaft. Eine Überraschung ist das angebliche Tatmotiv.

Mittwoch war die Polizei im Großeinsatz auf Cappenberg. Ein Mann hatte nach Ermittlungen der Polizei ein älteres Ehepaar in einem Haus an der Freiherr-vom-Stein-Straße mit einem Messer und einer Brandsatz-Attrappe bedroht und forderte Geld. Einsatzkräfte verhafteten dann einen Senior (71) aus Lünen beim Verlassen des Hauses. Zwei Tage nach der Tat ist klar: Das Ehepaar in dem Haus an der Freiherr-vom-Stein-Straße war kein Zufalls-Opfer, das ergaben Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. "Der Lüner ist ein Bekannter der Eheleute", berichtete Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang von der Staatsanwaltschaft Dortmund am Freitag auf Anfrage des Lüner Anzeigers. Zum Tatmotiv äußerte sich der Verhaftete bei seiner Vernehmung mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Das Geld sei nach Aussage des Mannes für die Entwicklunghilfe in einem Bergwerk in Kolumbien bestimmt gewesen, berichtete die Oberstaatsanwältin. Raub für einen guten Zweck ändert aber unter dem Strich nichts am Ergebnis. Die Behörden werfen dem Mann schwere räuberische Erpressung vor, im Falle einer Verurteilung beginnt das Strafmaß bei fünf Jahren Gefängnis.

Thema "Überfall" im Lokalkompass:
> Senior drohte mit Brandsatz-Attrappe
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