Vergewaltigung das Thema in der Region

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Flyer und Plakate für die Fahndung verteilte die Polizei in Lünen-Süd. (Foto: Magalski)
Polizisten verteilten Plakate in Lünen-Süd und Bürger gaben erste Hinweise. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Vergewaltiger läuft auf Hochtouren. Die Tat ist zum großen Thema in der Region geworden, seit die Polizei am Nachmittag mit der Fahndung an die Öffentlichkeit ging.

Bunte Blätter hängen an den Büschen, die Stoppelfelder sind leer. Idyllisch wirkt der Feldweg in der Nähe der Stelle, an der vor sechs Tagen eine junge Frau vergewaltigt wurde. Nebenan rauscht der Verkehr auf der Bundesstraße. Obwohl sich auf der Hauptstraße in Kirchderne die Gassigeher mit ihren Hunden treffen, ist auf dem Weg am Tatort vorbei heute niemand unterwegs. Zwei Stunden ist es her, seit die Polizei ein Fahndungsfoto des Mannes veröffentlicht hat, der hier eine Frau in ein Gebüsch gezerrt und missbraucht haben soll. Im Radio wird die Meldung gebracht, Internetseiten sind voll vom Fahndungsaufruf. Seitdem verbreitet sich die Meldung wie ein Lauffeuer. In Lünen-Süd gehen Polizisten am Nachmittag von Geschäft zu Geschäft und verteilen Plakate, viele Händler hängen es sofort ins Schaufenster. Auch kleinere Flyer haben die Beamten dabei. Eine Verkäuferin murmelt etwas von einem "gefährlichen Pflaster". Und auch vor der Tür auf der Jägerstraße ist die Fahndung nach dem Sexualstraftäter das Thema - und dann noch ausgerechnet an dem Tag, an dem aus Düsseldorf die Nachricht kam, dass die Forensik in Lünen gebaut wird.

Gesuchter in Gahmen bekannt?

Der Gesuchte war erst vor rund drei Wochen aus der Haft entlassen - der Gefängnisaufenthalt war Folge einer älteren Verurteilung wegen Vergewaltigung. Offensichtlich stand er nach der Haft nicht unter Führungsaufsicht. Eine Fehleinschätzung? Ein Mann schaut sich das Fahndungsplakat im Schaufenster eines Geschäftes an der Jägerstraße an und schüttelt dann ungläubig den Kopf. Dass der junge Mann, der auf dem Plakat fast schüchtern guckt, gefährlich sein soll... Die Polizei jedenfalls warnt vor Alleingängen, falls ihn jemand sieht. Ein anderer Mann erzählt, dass der Gesuchte schon früher für Ärger in Gahmen gesorgt habe - eine Bestätigung von offizieller Stelle dafür gibt es aber bislang nicht. Die Polizei Dortmund hat eine Sondertelefonnummer eingerichtet, unter der sich Bürger mit Hinweisen zur Fahndung melden können: 0231 / 132 79 99. Erste Anrufe gingen hier schon ein, unter anderem von einem Zeugen, der berichtete, dass der Gesuchte in Brambauer gesehen worden sei. Der Notruf 110 bleibt aber erste Wahl, wenn es ganz schnell gehen muss.

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