Wie kam das Lametta am Baum?

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Wer hat´s erfunden?
Nein, nicht ein pfiffiges Kerlchen hat es sich ausgedacht, es war ganz anders und passiert schon vor vielen, vielen hundert Jahren. 

Vor langer, langer Zeit war es üblich, dass die Menschen am heiligen Abend alle Tiere ins Haus einluden, damit sie den Weihnachtsbaum bestaunen konnten. Jesus war in einem Stall mitten unter Tieren geboren worden. Deshalb sollten sie am Weihnachtsfest teilhaben. Nur eine Ausnahme gab es: die Spinnen. Ihnen wurde der Zutritt ins Haus verwehrt. Die Menschen mochten sie nicht. Das machte die Spinnen traurig. Sie gingen zum Christkind und erzählten ihm, was sie bedrückte. Das Christkind hörte ihnen aufmerksam zu und hatte Mitgefühl mit ihnen. Es beschloss, spät in der Nacht, wenn die Menschen schlafen würden, alle Türen zu öffnen, um den Spinnen Einlass zu gewähren. Sie sollten, wie alle anderen Tiere auch, den Weihnachtsbaum bewundern dürfen. Die Spinnen waren überglücklich und dankten dem Christkind. In der Nacht eilten sie durch die geöffneten Türen zu den Christbäumen. Sie fanden sie noch viel schöner, als sie es sich jemals vorstellen hätten können. Voller freudiger Aufregung kletterten sie auf den Bäumen herum und umspannten die Äste mit ihren Netzen. Als die Menschen am nächsten Morgen ins Zimmer kamen, sahen sie das Werk der Spinnen. Und sie waren entzückt. Denn das Christuskind hatte vor dem Sonnenaufgang, alle Spinnennetze in glitzerndes Lametta verwandelt. Noch heute schmücken viele Menschen, in Erinnerung an das Geschenk der Spinnen, ihre Weihnachtsbäume mit Lametta.
Ich wünsche euch eine gesegnete und freudvolle Advents- und Vorweihnachtszeit!
Autor Unbekannt
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Silvia Eisold aus Lünen | 05.12.2017 | 14:48  
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