Zahl der Grippe-Kranken steigt im Kreis

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Die Grippewelle hat auch den Kreis Unna im Griff. (Foto: Magalski)
Volle Wartezimmer und eine Menge Arbeit haben Ärzte in diesen Tagen. Im Kreis Unna rollt die Grippewelle. Viele Fälle gibt es in diesem Jahr aber auch von einer zweiten Erkrankung.

Husten, Kopfschmnerzen, hohes Fieber, die Glieder schmerzen und der Hals tut weh, das sind Symptome einer Grippe. Patienten mit einer Grippe fühlen sich in der Regel auf einen Schlag richtig krank - der schnelle und heftige Beginn ist typisch für eine echte Influenza. Im Vergleich zum letzten Jahr gibt es in dieser Saison besonders viele Fälle. Im Kreis Unna gab es in den ersten sieben Wochen des letzten Jahres nur drei Grippe-Meldungen, in diesem Jahr registrierte die Kreisgesundheitsbehörde im gleichen Zeitraum schon über hundert Erkrankte - und ein Ende ist nicht in Sicht. Den Großteil verzeichnet der Kreis mit über dreißig Fällen in Lünen, gefolgt von Werne mit vierzehn Meldungen sowie elf in Unna. In Selm gab es bei Freitag neun gemeldete Grippe-Erkrankungen. Die Grippezeit könne bis in den April andauern, so Amtsarzt Dr. Bernhard Jungnitz und rät aus diesem Grund auch jetzt noch zur Imfpung gegen die Grippe. Wichtig sei der "Pieks" vor allem für Ältere und chronisch Kranke, denn sie haben ein schwächeres Immunsystem. Ansprechpartner für Impfung und Beratung ist der Hausarzt. Die Impfung helfe aber nicht gegen einen normalen Schnupfen, sagt der Amtsarzt.

Keuchhusten wieder auf dem Vormarsch

Einen Anstieg verzeichnet der Kreis auch beim Keuchhusten. Seit Jahresanfang gingen beim Kreis Unna sechzehn Meldungen ein, doppelt so viele wie im letzten Jahr in der gleichen Zeit. Die Krankheit, die sich zum Teil über Wochen mit krampfartigen Husten-Attacken auszeichnet, treffe vor allem Erwachsene. Kinder und Jugendliche haben heute meistens einen guten Imfschutz, viele Erwachsene bekamen in jungen Jahren aber keine Impfung gegen die Krankheit mit dem lateinischen Namen Pertussis. Amtsarzt Dr. Jungnitz rät deshalb auch in diesem Fall Erwachsenen zu einer Imfpung.

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