Hummeln stechen doch!

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Hummeln sind von Natur aus friedliebend. Meistens. (Foto: Manfred Oswald)

Das Gerücht hält sich hartnäckig, ist aber falsch: Hummeln können nämlich durchaus stechen. Kommt zwar selten vor, tut dann aber doch fast so weh wie ein Bienen- oder Wespenstich. Darauf weist Amtsapothekerin Birgits Habbes vom Kreis hin.

"Hummeln sind gut fürs Gemüse und Obst: Sie bestäuben die Pflanzen und spielen beim kommerziellen Anbau eine Rolle. Außerdem sind sie schwer aus der Ruhe zu bringen und von Natur aus friedliebend."

Doch wenn sich eine weibliche Hummel bedroht fühle (Hummelmännchen haben keinen Stachel), könne es passieren. Sie sticht zu und nicht nur das: „Im Gegensatz zu Bienen haben Hummeln keinen Widerhaken am Stachel. Sie können deshalb mehrmals zustechen“, weiß Amtsapothekerin Birgit Habbes.

Die betroffene Haut schwillt an, die Einstichstelle brennt oder schmerzt. „Wer auf Bienenstiche allergisch reagiert, tut dies wegen der Ähnlichkeit des Giftes möglicherweise auch beim Hummelstich“, erklärt die Fachfrau. Die Amtsapothekerin rät: „Die erste Hilfe besteht aus Kühlen der Haut. Auch Antihistaminika, die als Salbe oder Gels direkt auf den Stich aufgetragen werden, können die Beschwerden lindern.“ Wenn nichts hilft, sollte ein Arzt kontaktiert werden.
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