Bahn prüft zwei Varianten zum Weiterbau am Preußen-Bahnhof

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106 Stufen müssen Fahrgäste bewältigen um auf den provisorischen Bahnsteig zu kommen.
Bei den Bauarbeiten am Preußen-Bahnhof sind aufgrund von Planungsfehlern die Arbeiten erste einmal gestoppt worden. Die Höhen der neuen Bahnsteige stimmen nicht und müssen nachgebessert werden. Die Bauarbeiten verzögern sich erheblich. Eine schwierige Situation für viele Pendler, auf die Rainer Schmeltzer (SPD-Landtagsabgeordneter) den Generalbevollmächtigten der Bahn in NRW, Reiner Latsch, bereits vor mehreren Wochen aufmerksam gemacht hat. Jetzt stand der NRW-Bahn-Boss vor Ort Rede und Antwort.


Rolf Möller, SPD-Bürgermeisterkandidat forderte eine bessere Informationspolitik. „Unsere Bürger wollen wissen, wie es hier weiter geht.“ Er regte an, dass die Stadt Lünen nach Vorliegen der Bahnentscheidung eine umfassende Informationsveranstaltung unter Beteiligung der Bahn im Süden Lünens durchführen solle. Die Entscheidung, welche der beiden Varianten an denen die Bahn noch arbeitet, möglich ist, wird sie Ende Juli/Anfang August mitteilen.

Der kleine Bahnhof im Lüner Süden wird täglich von rund 1700 Fahrgäste genutzt. Besonders schwierig ist die Situation für gehbeeinträchtigte Menschen. Die derzeitige Behelfsbrücke zählt insgesamt 106 Stufen. Das macht die Nutzung des Bahnhofs für viele Menschen unmöglich.
Bereits Ende 2014 sollten die Umbauarbeiten am Preußen-Bahnhof beendet sein, die Gleise 1 und 2 komplett nutzbar und die Arbeiten zur Barrierefreiheit mit einem Fahrstuhl in den folgenden Wochen abgeschlossen sein. Dieser Zeitplan kann aufgrund der Planungsfehler nicht eingehalten werden.

Die Bahn prüft, wie bereits erwähnt, derzeit zwei alternative Möglichkeiten, wie die Bauarbeiten fortgesetzt werden können. Bis Ende Juli sollen die Ergebnisse vorliegen.

Bei der ersten Variante geht es um eine Vollsperrung für ca. 2-3 Monate. Dies würde bedeuten, dass danach beide Gleise wieder genutzt werden können und die Behelfsbrücke zurückgebaut ist. Trotzdem stünden dann noch erhebliche Restarbeiten auf den Bahnsteigen an, die unter laufendem Betrieb erfolgen müssten. Für die Zeit der Bauarbeiten würde die Bahn einen Schienenersatzverkehr einrichten. Pendelbusse bringen Fahrgäste dann zum nächsten Haltepunkt.

Bei der zweiten Variante würden alle Arbeiten im laufenden Betrieb erfolgen. Das würde bedeuten, dass der derzeitige Zustand mit der Behelfsbrücke bis zum Ende der gesamten Maßnahme weiter Bestand hätte. Das wäre nach Einschätzung des NRW-Bahnchefs vermutlich im August 2016. Bis dahin sind die Bahnsteige saniert und die Behelfsbrücke könnte zurückgebaut werden. Weiter Arbeiten schließen sich an, wie der Einbau der Aufzüge.
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