Bahnhofmodernisierung und Haltpunkt in Alstedde

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Der Hauptbahnhof Lünen steht in der Prioritätenliste für einen umfassenden Umbau.
Land, Bund und Deutsche Bahn Station & Service AG investieren gemeinsam rund 415 Millionen Euro in die Modernisierung von insgesamt 117 kleinen und mittleren Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen. „Lünen ist mit einer besonderen Priorität in der Liste“, freut sich SPD-Bürgermeisterkandidat Rolf Möller nach einem Gespräch mit Reiner Latsch im Lüner Hauptbahnhof. Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Nordrhein-Westfalen betonte die Bedeutung des Lüner Hauptbahnhofes mit 3000 Fahrgästen pro Tag.

In einem anschließenden Gespräch mit Michael Dubbi, Mitglied der Geschäftsleitung vom Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), wurden die Absichten konkretisiert.

Im Rahmen der Modernisierung, die in der Zeit von 2018 bis 2023 erfolgen soll, werden unter anderem

Bahnsteige erhöht, um die Voraussetzung für einen stufenfreien Einstieg in den Zug zu schaffen.
Bahnsteige durch den Einbau von Aufzügen oder Rampen stufenfrei erreichbar gemacht.
die Aufenthaltsqualität an den Bahnhöfen durch neue Ausstattungselemente verbessert
Bahnsteigdächer modernisiert oder neu gebaut.
die Beleuchtung erneuert.
neue Wegeleitungen und Informationstechnik installiert.
die Verkehrsstationen mit einem behindertenfreundlichen Leitsystem versehen.


Bezüglich der Finanzierung. spielt der notwendige, zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Lünen-Münster eine wesentliche Rolle. Dazu fehlen noch entsprechende Beschlüsse des Bundes. Sollten die kommen, wären die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen der betroffenen Bahnhöfe Teil der Finanzierung. Bei weiteren Verzögerungen seitens des Bundes, kann die Umsetzung dieser Maßnahme im Rahmen der „Modernisierungsoffensive 3“ erfolgen. „Für Lünen sind das positive Nachricht, die helfen, das Nahverkehrsangebot weiter zu verbessern“, sagt Rolf Möller.

Positiv bewertet der NWL-Vertreter auch den Wusch der Stadt an der Bahnlinie Lünen-Lüdinghausen im Bereich Alstedde einen zusätzlichen Haltepunkt einzurichten, an den Rolf Möller erinnerte. Das liege durchaus im Interesse des Nahverkehrkonzeptes, sagte Dubbi. Prognosen gehen von knapp 1000 Fahrgästen pro Tag aus, die diesen Haltpunkt nutzen würden. Das mache einen Ausbau wirtschaftlich (zum Vergleich: Beim Haltpunkt Preußen sind es 1700 Fahrgäste täglich).

„Für die Stadt überwiegen die Vorteile“, erklärt Rolf Möller. „Wir entlasten damit nicht nur den Hauptbahnhof sondern auch die Verkehrssituation auf der Alstedder- und Borker-Straße.“ Fahrgäste die den Haltepunkt Alstedde anfahren und ihr Fahrzeug dort abstellen, verringern den Parkdruck im Bereich des Hauptbahnhofs. Die Zufahrtsstraßen, vor allen Dingen die Alstedder- und Borker Straße würden von Verkehrs entlastet.

Die Bahn erwartet von der Stadt Lünen dazu ein eindeutiges Signal für diese Maßnahme. „Meine Fraktion wird dazu alle erforderlichen Schritte einleiten, mit dem Ziel, zeitnah einen entsprechenden Ratsbeschluss zum Bau eines Haltepunktes Alstedde zu schaffen.“
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5 Kommentare
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Marc Els aus Lünen | 18.07.2015 | 19:14  
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Reiner W. Dzuba aus Lünen | 19.07.2015 | 19:26  
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Michael Folchmann aus Lünen | 19.07.2015 | 21:21  
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Tim Mermann aus Lünen | 20.07.2015 | 17:25  
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Marc Els aus Lünen | 27.07.2015 | 22:29  
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