"Frühe Hilfen" ausbauen

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Prüfauftrag an den Jugendhilfeausschuss


Gesamtkonzept gefordert

Auf dem ordentlichen Stadtverbandsparteitag der SPD Lünen wurde am 13. Juni 2015 der Antrag an die SPD-Fraktion gestellt, einen Ratsbeschluss herbeizuführen, der zur Verbesserung der frühkindlichen Entwicklung beiträgt. Frühe Hilfen von der Schwangerschaft bis zum zweiten Lebensjahr sind in Lünen noch ausbaufähig.

Mit folgendem Prüfauftrag kommt die SPD-Fraktion dem Antrag nach,
der für den Jugendhilfeausschuss am 10. Mai gestellt wurde:

Prüfauftrag:
Der Jugendhilfeausschuss fordert die Verwaltung auf zu überprüfen,
welche Angebote für „Früher Hilfen“ in Lünen vorhanden sind und ob
die Träger untereinander vernetzt sind, um Doppelungen zu vermeiden
und fehlende Angebote aufnehmen zu können.

Folgende Schritte sind dabei vorzunehmen:

- Die Angebote ausfindig zu machen, die die Lüner Träger diesbezüglich
anzubieten haben.

- Zu überprüfen, wo Doppelung sind und welche wichtigen Angebote fehlen.

- Anhand des Ergebnisses ein Gesamtkonzept zu entwerfen, in dem
verschiedene Hilfen ineinandergreifen und sich aufeinander aufbauend ergänzen.
Dabei sind Kooperationsformen der Hilfesysteme Gesundheitshilfe und Kinder- und Jugendhilfe zu berücksichtigen.

Begründung:

Die Bedeutsamkeit von frühzeitigen Hilfen für Schwangere, werdende Väter und Eltern mit Kleinkindern ist an einer Vielzahl von bundesweiten Projekten zu erkennen. Eine immer größere Rolle spielt die Balance zwischen Intervention und Prävention der Jugendhilfe. Das Alter der Adressaten hat sich verschoben und die Kinder- und Jugendhilfe ist somit aufgefordert, frühen Risiken für Kinder präventiv zu begegnen. Die in § 1 SGB VIII formulierten Ziele der Kinder- und Jugendhilfe, die Entwicklung junger Menschen zu fördern, Eltern zu beraten und Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen, war zu keiner Zeit sozialpädagogisch so auffallend auf „sehr junge Menschen“, nämlich auf Säuglinge und auf werdende Eltern, fokussiert, wie in den vergangenen Jahren. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder sind darauf angewiesen, das deren Eltern ihrer Fürsorgepflicht nachkommen. Kommen bei Eltern erschwerte Lebensbedingungen hinzu, geraten die Kinder schnell aus dem Blick und stellen eine zusätzliche Quelle der Belastung
dar. In solchen Situationen kann das Kindeswohl gefährdet sein, wenn Eltern keine Möglichkeiten der Entlastung erfahren. Deshalb ist es wichtig, dieser Verantwortung gerecht zu werden und als Kommune vorbeugend zu reagieren und zu agieren. Hier setzen multiprofessionelle Angebote an, die Eltern rechtzeitig zu unterstützen.



Petra Klimek
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