GFL thematisiert stationäre dauerhafte Unterbringung von Kindern und Jugendlichen im Jugendhilfeausschuss

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Die Sendung am Montag (23.2.)um 22.45 Uhr mit dem Titel „Die Story im Ersten: Mit Kindern Kasse machen“ hat – obwohl relativ spät am Abend gesendet - eine große Resonanz gefunden. Nicht nur in Lünen – auch in Nachbargemeinden. Nach Recherchen des ARD werden in der BRD im Durchschnitt täglich 100 Kinder und Jugendliche aus ihren Familien genommen und in Einrichtungen untergebracht. Ein einziger Platz kostet die Kommunen im Jahr rund 50.000 €. Der Markt wächst und ist mittlerweile fast komplett privatisiert (Privatunternehmer, Verbände, gemeinnützige Vereine). Die Heimeinrichtungen werden über das Landesjugendamt zugelassen bzw. unterstehen dort einer Heimaufsicht. Die örtlichen Jugendämter sollen sich mindestens einmal im Halbjahr der Qualität der Einrichtungen versichern. Doch können an vielen Stellen Probleme auftreten und die Jugendbereiche der Stadtverwaltungen und der Landesjugendämter können auch personell mit der Begleitung und Beaufsichtigung aus unterschiedlichen Gründen teilweise überfordert sein.

Da stellt sich doch die Frage, wie sieht es in Lünen aus? Noch immer ist trotz erweiterter präventiver Maßnahmen und Rückführungsmanagement eine nicht unerhebliche Anzahl Lüner Kinder und Jugendlicher in stationären Einrichtungen (Heimen), teilweise unter intensivpädagogischer Betreuung und Förderung, untergebracht. Die Unterbringung steht in der Regel am Ende einer Kette von ambulanten Maßnahmen zur Unterstützung der Familien. Für die Jugendämter ist weder das Finden von adäquaten Einrichtungen einfach, noch deren Kontrolle.

Die GFL wird im Jugendhilfeausschuss den Antrag stellen, dass die Verwaltung vor dem Hintergrund und Kenntnisnahme der o.g. Berichterstattung über ihre Erfahrungen und den Umgang mit der schwierigen Thematik berichtet und inwieweit sichergestellt wird, dass die aufgezeigten Negativaspekte für Lünen (weitestgehend) ausgeschlossen werden können.

Interessierte können den Filmbeitrag über die Mediathek der ARD unter der Internetadresse www.ardmediathek.de/tv und der Eingabe des o.g. Filmtitels noch abrufen – eine sehr gute Reportage zu diesem schwierigen Themenfeld.
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