Jusos Lünen zur Sekundarschule Brambauer: Gegendarstellung zu den Freien Wählern

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Es ist realitätsfern von Frau zum Buttel (Freie Wähler), der SPD Lünen beim Thema Sekundarschule „Gleichmacherei“ vorzuwerfen.

Offenbar hat sie sich mit dem Konzept der Sekundarschule, die auf Wunsch der SPD in Brambauer errichtet werden soll, noch nicht auseinandergesetzt: Indem die Sekundarschule ab Klasse 9 ein ausdifferenziertes Kurssystem anbietet und den SchülerInnen ermöglicht, nach dem Abschluss der Klasse 10 eine Ausbildung zu absolvieren und ihnen garantiert, auf eine weiterführende Schule zu wechseln, bietet sie jedem Schulabgänger ganz individuell den optimalen Bildungsabschluss - das ist das Gegenteil von Gleichmacherei.
Die Lüner Sozialdemokraten wollen das Angebot an weiterführenden Schulen in Brambauer aufrechterhalten und schlagen den SchülerInnen und Eltern deshalb die Sekundarschule vor, weil Real- und Hauptschule aufgrund sinkender Schülerzahlen auf Dauer nicht überlebensfähig sind. Daher begrüßen wir ausdrücklich die Entscheidung der Schulkonferenz der Profilschule Brambauer, die sich für die Errichtung einer Sekundarschule ausgesprochen hat.
Die Aussage von Frau zum Buttel, für eine Schülergruppe sei die Realschule geeignet und für eine andere die Hauptschule, ist aus Sicht der Lüner Jusos sogar gefährlich. Im Alter von 10 Jahren werden die Kinder im dreigliedrigen Schulsystem, das wir für überholt halten, aussortiert und auf verschiedene Schulen geschickt, auf denen sie verschiedene Chancen haben. Im Alter von 10 Jahren ist es jedoch noch viel zu früh, das Potenzial und die Leistungsfähigkeit eines Kindes vorherzusagen und die richtige Schulform herauszufinden. Aufgrund der großen Undurchlässigkeit des jetzigen Schulsystems ist es gerade für Hauptschüler besonders schwierig, nach einem Hauptschulabschluss noch das Abitur zu absolvieren. Dieser Ungerechtigkeit wollen wir mit Errichtung der Sekundarschule entgegenwirken.
Außerdem: Wenn es „geeignete Schüler“ für Real- und Hauptschule geben sollte, warum dann nicht auch für die Sekundarschule?

Nina Kotissek
Stellv. Juso-Vorsitzende Lünen
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