PRO Victoria: CDU Lünen nicht nur bei der Forensik, sondern auch beim Standort der Sparkassenakademie NRW weltfremd?

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"Für die CDU ist die Entscheidung für den Standort Phönixsee reine Provokation" (siehe Lokalkompass vom 22.12.2014)

Doch ist die Einschätzung der Lüner CDU-Fraktion in der Standortfrage der Sparkassenakademie NRW wirklich zutreffend oder vielleicht sogar als weltfremd zu bezeichnen?

Schaut man genauer hin, so ist die Entscheidung gegen den Standort Lünen im Vergleich zu Dortmund-Hörde am Phönixsee nicht nur plausibel, sondern allzu verständlich.

Eine autarke Beurteilung des Standortes in der Mersch durch die Sparkassen-Gremien ohne (!) Einbezug des geplanten Forensik-Baus in unmittelbarer Nachbarschaft konnte doch bei allem Lüner Optimismus nicht erwartet werden. Was hat man sich in Lüner Politikerkreisen denn selber eingeredet? Mag der beigelegte Architektenentwurf auch noch so sehr auf Hochglanzprospekt getrimmt worden sein – die Entwürfe aller Mitbewerber waren es doch nicht weniger!
Auch Sparkassengremien haben hellwache Analytiker in ihren Reihen. Östlich des geplanten Standortes, und gerade mal durch eine Bahnlinie getrennt, wird zeitnah eine Maßregelvollzugsanstalt für 150 Patienten errichtet. Ein Areal von ca. 5 ha, umgeben von einer ca. 800 m langen und 5,5 m hohen Betonmauer. Wer will denn ernsthaft ausschließen, dass dieser Aspekt bei der Auswahlentscheidung auch eingeflossen ist?!

PRO Victoria bedauert die intransparente und zeitraubende Abwicklung des Bewerbungsverfahrens.

Da die Bewerbung um den Standort der Sparkassenakademie öffentlich nicht zur Diskussion stand, war es auch für den Bürger bislang nicht nachvollziehbar, warum seitens der Verwaltung das RWE–Gelände als Standort für die Forensik kategorisch abgelehnt wurde. Die Nähe zur potentiellen Sparkassenakademie wäre dann noch erdrückender gewesen.

Die Forensik kommt, die Sparkassenakademie aber nicht.

Aus dieser Sachlage heraus ist die Verwaltung – aber auch die Politik – aufgefordert, weitere Nachteile von Lünen abzuwenden und sich unverzüglich der Standortfrage der Forensik auf dem RAG oder dem RWE–Gelände zu stellen.

Die jetzige Situation gibt doch neue Klarheiten und Chancen für einen optimierten Forensik-Standort.

Statt tatenlos zu jammern, könnte sich die Lüner CDU nun mit dem stadtplanerischen Knowhow in ihren Reihen an die Spitze der Bewegung setzen. Hat die Lüner CDU den Glauben an die Kraft von guten Argumenten verloren?

Die Lüner Forensik wird wohl mehr als zwei Jahrhunderte in dieser Stadt stehen. Dann ist aber die Standortklärung keine nachrangige Frage – auch und gerade nicht für die politischen Entscheidungsträger unserer Stadt!


Bürgergemeinschaft PRO Victoria
Hans Laarmann ( Vorstand Technik )
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2 Kommentare
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Dieter God aus Lünen | 28.12.2014 | 19:37  
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Alfred Lohhaus aus Lünen | 29.12.2014 | 07:42  
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