Soziale Armut angehen

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SPD-Fraktion diskutiert soziale Lage in Lünen

In der ersten Fraktionssitzung im neuen Jahr beschäftigte sich die SPD-Fraktion mit der Auswertung des Sozialberichts. Um gewachsene Siedlungsräume nicht zerstückeln zu müssen, hat die Verwaltung die zu untersuchenden Gebiete in Quartiere eingeteilt, die als sozialräumliche Einheit zu verstehen sind. Im Ergebnis entstanden 17 Quartiere. Diese kleinräumige Segregation führt zu selektiven Auf- und Abwertungen von Wohngebieten und damit auch zur Herausbildung benachteiligter Stadtteile. Anhand der festgelegten Indikatoren kristallisierten sich 5 Quartiere heraus, die es unbedingt zu stärken gilt. Betont wird, dass sich durch das Programm der „Sozialen Stadt“ der Stadtteil Gahmen nachweislich positiv entwickelt. Indikatoren wie bspw. die veränderte Bevölkerungsstruktur durch das Neubaugebiet, haben auf weitere Indikatoren großen Einfluss und tragen nach und nach zu einer positiven Quartiersentwicklung bei.

Ähnliche Projekte wünscht sich die Fraktion für die weiteren Quartiere, um die Lebensqualität in den benachteiligten Sozialräumen zu erhöhen und damit zukünftig auch Transfer-leistungen einsparen zu können. Die zentrale Frage ist, wie der sozialen Armut nachhaltig begegnet werden kann. „Die Basis für die Nachhaltigkeit ist“, so Rolf Möller, „dass weiterhin in Schulen und Kitas investiert wird. Jeder Schulabschluss ist dabei eine gute Investition in die Zukunft“.

Das Einrichten einer Sozialkonferenz mit den wichtigsten Akteuren aus den Quartieren, wäre ein wichtiger, begleitender Beitrag, um die Problemlagen zu formulieren, Lösungswege aufzuzeigen und vor allem die Umsetzung zu forcieren. Konkrete Beiträge zur Gestaltung von „Guter Arbeit“ und Arbeitsplätzen sind dabei unerlässlich.

Gute Arbeit und soziale Sicherheit sind immer eingebunden in Rahmenbedingungen, daher müssen auch Anforderungen an Siedlungs- und Strukturpolitik formuliert werden. Die SPD-Fraktion versteht die „Sozialkonferenz deshalb als Netzwerk, u.a. bestehend aus: Wirtschaft, Arbeitsagentur, Schulen, Kirchen, Wohnungsbaugesellschaften und weiteren Akteuren. „Wichtig ist dabei“, so Michael Haustein abschließend, „dass Vielfalt, Toleranz und Demokratie dabei die Mittel zum Ziel sind“.

Petra Klimek
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