Sparkasse Lünen | Alles Neu — ohne Vorstand Ulrich Fischer

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Neuer Name: Sparkasse an der Lippe
Lünen: Rathaus Lünen | .
Die Organe der Sparkassen Lünen-Selm und Werne wurden beauftragt ihre Fusionsbereitschaft zu prüfen und haben diese Prüfung positiv abgeschlossen.

Nun steht die Politik vor der abschließenden Ordnung dieser Planung.

In Lünen wird dies im Haupt- und Finanzausschuss am 22.10.2015 vorberaten, ehe in der Ratssitzung am 29.10.2015 alles in trockene Tücher gebracht werden soll.

Hier der Tagesordnungspunkt zum Nachlesen.

Dem Vertrag zur Fusion kann entnommen werden, dass per 01.01.2016 die Stadt Werne ihre Stadtsparkasse in die Sparkasse Lünen-Selm einbringt.

Der neue Namen soll lauten " Sparkasse an der Lippe " !
Sitz des Institutes ist Lünen.


Wie weit oder nah die jetzigen Sparkassengebäude in Lünen, Werne und Selm an der Lippe liegen mag jeder selbst beurteilen, eine namentliche Identifikation mit dem regionalen Standort der neuen Sparkasse ist dabei allerdings nicht so einfach.
Man stelle sich die Bezeichnung auf dem Überweisungsträger vor (?).

Interessant ist auch die Neubesetzung des Vorstandes der Fusionssparkasse, die da wie folgt lautet:




Die erste Position wird besetzt vom Vorstandsvorsitzenden der ehemaligen Stadtsparkasse Werne und auch sein derzeitiger Vertreter wird in den Kreis des neuen 3-er Vorstandes bestellt!

Konsequenz: Der Vorsitzende des größeren Instituts (Sparkasse Lünen), Ulrich Fischer, wird bei der Fusion nicht mehr berücksichtigt!


Nun im Rentenalter sollte er noch nicht sein, also was bewegt die Entscheider bei der Fusion Herrn Fischer nicht mehr für das neue Institut zu beachten?

Hat es was damit zu tun, dass seine Geschäftspolitik der einfachen Sicherung der Erträge der Sparkasse Lünen darin bestand für über 335 Mio. EUR Schuldverschreibungen/Anleihen in die Bücher zu nehmen, was rund 40% des Anteils der "normalen" Kundenforderungen der Sparkasse entspricht, und nun bei Auslauf der Papiere nicht mehr zinsbringend angelegt werden kann?

Oder zieht man nun die Konsequenz aus der mit seiner Person verbundenen Allmacht-Argumentation, dass die weitere Unterhaltung der Bargeldautomaten der Sparkasse in Cappenberg und Gahmen die Sparkasse in Probleme stürzt?

Kolportiert ist derzeit nur, dass zumindest im Verwaltungsrat der Sparkasse Lünen heftige Diskussionen an/um seine/r Person entbrannt sein sollen.

Diese Personalentscheidung wäre sicherlich ein Thema, das im öffentlichen Teil der Ausschuss- und Ratssitzung näher behandelt werden sollte.
Gegenüber den Bürgern, die vielfach auch Kunden der alten/neuen Sparkasse sind, wäre es zudem auch in Hinblick auf Transparenz geschuldet die Ausscheidungsmodalitäten des Herrn Fischer (Abfindung etc.) zu benennen!

Für die Beschäftigten der Institute ist sicherlich ein anderer Passus des Fusionsvertrages bedeutsam.


§ 9 der Vereinbarung lautet:



Hierbei sollte besonders das Wort "fusionsbedingt" im Auge behalten werden.

Weder ist damit eine Arbeitsplatzgarantie mit einer Zeitraumfixierung verbunden, noch schließt dieser Begriff die Kündigung durch betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten aus.

Hier müssen die politischen Entscheider klare Begriffsdefinitionen einfordern und einfügen, um den Abbau von Arbeitsplätzen zu verhindern!
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