SPD-Fraktion zur Ausbildungssituation

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Die SPD-Fraktion wurde in der Lüner Agentur für Arbeit von dem Leiter des Geschäftsstellenverbundes Kreis Unna, Franz Prinz, begrüßt. Es kam zu einem intensiven Informationsaustausch. Das Hauptthema war die hiesige Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation.

Ende Juli waren 112 Ausbildungsstellen noch unbesetzt und 269 Jugendliche noch auf der Suche. Für die SPD-Fraktion kommen noch die Jugendlichen hinzu, die in Maßnahmen „geparkt“ sind bzw. auf eine Ausbildung vorbereitet werden sollen und die, die eine Ausbildung abgeschlossen haben und nicht übernommen werden. Also diejenigen, die bei der Agentur für Arbeit nicht gemeldet sind. Nicht vergessen werden dürfen die alarmierenden Zahlen der Nichtbeschäftigten 25- bis 35 Jährigen.

Jugendliche haben es dabei besonders schwer. Wenn Jugendliche in diese Situation geraten, sind die Folgen noch gravierender, weil sie beispielsweise noch nicht vollständig sozialisiert sind, die auf dem Arbeitsmarkt geforderten beruflichen Erfahrungen nicht machen konnten oder sogar die Grundausbildung nicht absolvieren konnten. Deshalb wird die SPD-Fraktion dazu beitragen, dass Öffentlichkeit und Unternehmen für dieses Pulverfass stärker sensibilisiert werden.

Die Leiterin der Agenturgeschäftsstelle Lünen, Barbara Schmidt betont hier, dass die Agentur nicht für jeden die Traumstelle zur Verfügung hat, aber jedem Jugendlichen ein Angebot unterbreitet wird und empfiehlt jedem Stellensuchenden – sofern noch nicht geschehen – mit der Arbeitsagentur Kontakt aufzunehmen.

Auf kritischer Nachfrage, ob die massiven Kürzungen bei den Eingliederungstiteln sich negativ auf den örtlichen Arbeitsmarkt ausgewirkten, betonte Franz Prinz, dass „die berufliche Eingliederung nicht an finanziellen Mitteln scheitert, denn die zur Verfügung stehenden Budgets werden von der Agentur ausgeschöpft und sinnvoll investiert“. So bestünden auch dann in vielen Fällen Förderungsmöglichkeiten, wenn eine Arbeitslosigkeit noch nicht eingetreten ist. Wichtig sei, dass die Betroffenen rechtzeitig mit den Vermittlern der Agentur Kontakt aufnehmen.


Fazit ist, dass die Lüner Sozialdemokraten fordern, dass die Vermittlung in Ausbildung Vorrang vor der Vermittlung in Arbeit hat, auch für die jungen Erwachsenen bis 35 Jahre. Wer bereits arbeitet und sich für eine Ausbildung entscheidet, der muss finanziell unterstützt werden.

Konkrete Schritte zur Verbesserung der Situation sind erforderlich. „Die gesellschaftliche Gesamtverantwortung ruht hierbei auf vielen Schultern“, so Achim Schwarz abschließend.

Petra Klimek
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