Städtepartnerschaft mit Bartin erhalten

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Uwe Walter - Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur und Europaangelegenheiten
Stellungnahme zum GFL-Antrag vom 12.01.2018

„Lünen lässt die Städtepartnerschaft mit der türkischen Stadt Bartin ab sofort ruhen. Die Städtepartnerschaft kann wiederbelebt werden, sobald die Türkei zu demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien zurückkehrt, alle willkürlich Inhaftierten freigelassen hat und die Menschenrechte fortan beachtet.“

Antwort der SPD-Fraktion, die den Antrag im Kulturausschuss am 21.02.2018 ablehnen wird:

Ja, die Türkei hat sich seit dem Putschversuch von grundlegenden demokratischen Grundsätzen entfernt und der Staatschef Erdogan scheint das Land in Richtung einer Diktatur zu führen, aber:

Die Städtepartnerschaft besteht nicht mit der türkischen Regierung oder Präsident Erdogan, sondern mit der Stadt Bartin und deren rund 60.000 Bürgerinnen und Bürgern.

"Trotz aller Probleme muss an der Städtepartnerstadt gerade angesichts der aktuell schwierigen Lage in der Türkei festgehalten werden. Ein Einfrieren oder gar Aufkündigen der Partnerschaft würde die Beziehungen kappen, die gerade jetzt sehr wichtig sind, um die demokratischen und pro-europäischen Kräfte zu stärken", so Uwe Walter, Vorsitzender des Arbeitskreises Kultur und Europaangelegenheiten.

Wir in Lünen erhoffen uns, gerade wegen des hohen Anteils der türkischstämmigen Bevölkerung aus der Region um Bartin eine integrative Wirkung. Durch ein Kennenlernen des Herkunftslandes der Türkeistämmigen wird auch der Austausch innerhalb Lünens gefördert und der Dialog der deutschen und deutsch-türkischen Bevölkerung Lünens gestärkt.



„Völkerverständigung fängt generell im Kleinen an. Wir wollen Beziehungen in Bereichen wie Kultur, Bildung, Jugend, Sport, Tourismus und Wirtschaft ausbauen und pflegen und wir wollen Bürgerinnen und Bürger beider Städte dabei unterstützen Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch kommen“, sagte der damalige Bürgermeister Stodollick.

Hier geht es also um die Bürgerinnen und Bürger beider Kommunen und nicht um die türkische Regierung oder gar Präsident Erdogan.
Und gerade diese Menschen beider Städte praktizieren den Austausch auf ganz unterschiedlichen Ebenen, sie tragen in erster Linie zu Völkerverständigung und zur Förderung von Toleranz und Sensibilität bei. Dies wird durch den Verein zur Förderung von Partnerschaftsbeziehungen zwischen Lünen und Bartin gestärkt.

Diesen aktiven Streitern für interkulturelle Verständigung und ein besseres Miteinander dürfen wir nicht die Grundlage entziehen indem wir die Städtepartnerschaft ruhen lassen.Städtepartnerschaften sind als Instrument der Integration und Migration unabdingbar.



Uwe Walter

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