Wir sitzen alle in einem Boot

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Bußmannschule gewinnt Förderpreis für inklusive Schulentwicklung
 
Schulleiterin Ulrike Kleber nimmt stolz die Sieges-Urkunde entgegen.

Bußmannschule erhält Förderpreis für inklusive Schulentwicklung

Der Kreis Unna verlieh in diesem Jahr erstmalig einen Förderpreis für inklusive Schulentwicklung, der mit einem Preisgeld von 1.000,00 € aus dem Inklusionsfond NRW datiert ist. Die dreiköpfige Jury des Förderpreis-Komitees bestehend aus Ulrike Hüppe (Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam Leben – gemeinsam Lernen e.V.), Markus Drolshagen (Lehrer am Berufskolleg im Kreis Unna) und Dr. Eva Krebber-Steinberger (TU Dortmund, Fakultät Rehabilitationswissenschaften) legte bei ihrer Auswahl großen Wert auf Einschulungsrituale an den teilnehmenden Schulen, Aktivitäten zur Identifizierung der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule und die Gestaltung der Berufsorientierung. Ein besonderes Augenmerk fiel auch auf den Umgang mit Heterogenität im Unterrichtsalltag, den Formen zieldifferenten Lernens sowie der individuellen Förderung Einzelner in der allgemeinen Gestaltung der Unterrichtspraxis.

Am besten abgeschnitten hat die Heinrich-Bußmann-Schule in Lünen und kann sich neben der Erstplatzierung auch über die 1.000,00 € Preisgeld freuen, das für weitere inklusive Vorhaben eingesetzt werden soll. Die Jury zeigte sich beeindruckt von Einschulungsritualen wie das gemeinsame Kanu-Fahren aller neuen „Bußmänner“ mit ihren Eltern und neuen Lehrern. „Hier wird unter dem Motto 'Wir sitzen alle in einem Boot' die Bedeutung von Teamarbeit und Zusammenhalt nicht nur sprichwörtlich umgesetzt“, so Schulleiterin Ulrike Kleber. Auch die außerschulischen Aktivitäten wie die Gestaltung des Garten-Außenbereichs der Schule durch freiwillige AGs und die Teilnahme an zahlreichen außerschulischen Wettbewerben gingen laut der Jury über die Standards hinaus. All dies führe zu einer hohen Identifizierung mit der Schule, viel gegenseitigem Verständnis und Respekt und einer überaus positiven und herzlichen Schulatmosphäre, was bereits die Prüfungskommission der Qualitätsanalyse in ihrer Beurteilung hervorgehoben hatte. Die Beteiligung integrativer Lerngruppen am Schulalltag und auch darüber hinaus übertraf ebenfalls alle Erwartungen der Jury. „Wir haben nun seit drei Jahren integrative Klassen und legen hohen Wert darauf, dass alle Schülerinnen und Schüler gleichberechtigt am Schulleben teilnehmen können und chancengleiches Lernen ermöglicht wird. Hierzu bieten wir eine Vielzahl von Schwächen-, aber auch Stärkenförderungsprogrammen an“, beschreibt Kleber. Schon lange vor dem Inklusionsgedanken hat sich die Bußmannschule auf den Weg gemacht als eine "Schule der Vielfalt“. „Für uns ist unsere Arbeit selbstverständlich. Jeder Schüler und jede Schülerin hat Schwächen, aber auch ganz besondere Stärken, die wir versuchen, intensiv und individuell aufzuarbeiten und zu fördern. So schaffen nahezu ein Drittel aller abgehenden Schüler einen Realschulabschluss und die meisten davon erhalten sogar den Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe“, so Kleber weiter. Besonders stolz ist die Schulleiterin auch auf die zahlreichen Bereiche der Berufsorientierung, darunter individuelle Laufbahnberatung für die Abschlussklassen, Berufsorientierungscamp und diverse Praktika schon ab der 7. Klasse. Seit den letzten drei Jahren konnten 50% und mehr der Schulabgänger nahtlos mit einer Ausbildung beginnen. Dank der guten Arbeit an der Heinrich-Bußmann-Schule und des besonderen Engagements des Kollegiums sowie der steten Unterstützung des Schulträgers sind solche Leistungen schaffbar. „Mit diesem Preis verbinde ich Anerkennung und Wertschätzung unserer Arbeit. Das zeigt, dass wir schon lange auf dem richtigen Weg sind und keine neuen Herausforderungen scheuen. Im Gegenteil: das macht uns stark und belebt den Schulalltag“, versichert die Schulleiterin. "Von dem Preisgeld ist sicherlich ein Gläschen Sekt als Belohnung für das Kollegium drin, um nach den Ferien den guten Weg der Bußmannschule weiter auszubauen“.

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