DRK-Kreisverband Lünen informiert über Betreuungsrechte

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Fachanwalt Leo Bögershausen stand zum Thema Betreuungsrechte Rede und Antwort.
Lünen: DRK-Kreisverband Lünen e. V. |

Was ist, wenn ich meine persönlichen Dinge durch Krankheit oder Unfall nicht mehr allein regeln kann? „Rechtzeitig Vorsorge treffen“, rät Leo Bögershausen. Der Lüner Rechtsanwalt und Notar klärte am Donnerstag, 14. April, im DRK-Zentrum über Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung auf.


Der Gesetzgeber hat jedenfalls vorgesorgt und den Bürgern diese rechtlichen Instrumente an die Hand gegeben. Im Kern geht es darum, eine Person zu bestimmen, die im Notfall für einen entscheidet. Und das bedeutet teils umfassende Bevollmächtigungen bis hin zu sensiblen Vermögensangelegenheiten.
Tatsächlich können Familienmitglieder oder der Partner nicht automatisch mitreden. Auch deshalb ist eine Vorsorgevollmacht, in der Betroffene im Voraus selbst ihren Vertreter benennen, ratsam. In einer Betreuungsverfügung kann jeder festlegen, wen das Gericht als Betreuer bestellen soll. Dieser kann jedoch erst aktiv werden, wenn es das Gericht für erforderlich hält. Die Patientenverfügung betrifft die medizinische Behandlung und den Fall, dass die eigenen Wünsche krankheitsbedingt nicht mehr geäußert werden können.

Vertraute Hände

Zum Interessenvertreter wird meist der Ehepartner gewählt, obwohl dies im Grunde nicht sinnvoll ist, insbesondere im fortgeschrittenen Alter. Werden die Kinder bedacht, dann möglichst alle im Sinne des Familienfriedens. Und wenn weder Angehörige noch Partner zur Verfügung stehen, kann es der beste Freund sein, der absolutes Vertrauen genießt. Am besten jemand, „der mit beiden Beinen im Leben steht und zehn Jahre jünger ist“, so Bögershausen. Übrigens, seriöse Formulare zum Herunterladen findet der Fachanwalt allenfalls auf der Webseite des Bundesjustizministeriums (bmjv.de) in der Rubrik Vorsorge und Patientenrechte.

Wiederholung geplant

Der Vortrag war einer von zahlreichen Programmpunkten, die der DRK-Kreisverband Lünen in seinem Begegnungszentrum „Mehrgenerationenhaus“ anbietet. Aufgrund der großen Resonanz – rund 55 Zuhörer waren zum Spormeckerplatz gekommen – rückt das Thema im Herbst noch einmal in den Blickpunkt.
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