1. Spieltag in Lünen: Und endlich geht's wieder los mit Pöhlerei

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Sonntag geht's wieder los: Hier eine Szene vom Auftakt der letzten Saison. LSV-Stürmer Alexander Wagener wird unsanft zu Fall gebracht.
König Fußball regiert ab Sonntag wieder die heimischen Plätze. Wie zum Saisonstart im letzten Jahr fragen wir frei nach Teufelchen und Engelchen die Trainer Mario Plechaty (Lüner SV), Dirk Bördeling (BV Brambauer) und Alex Lüggert (Westfalia Wethmar) sowie ganz neu als Aufsteiger im Bunde Michael Schlein (VfB Lünen).

Los geht‘s mit dem Lüner SV. Der spielt am Sonntag, 15 Uhr zum Auftakt beim SV Sodingen. Als einziger Landesligist der Stadt ist der LSV endlich wieder Nummer eins. Aber genügt das den Ansprüchen des ambitionierten Traditionsclubs?

Teufelchen: Hallo Mario! Vom Aufstieg brauchen wir ja nicht sprechen, schafft ihr sowieso wieder nicht. Oder doch? Plechaty lacht etwas und sagt dann leicht amüsiert „Kein Kommentar.“

Das Personal hat bei euch in den letzten Jahren ziemlich oft gewechselt. Nicht ungewöhnlich im Amateurbereich. Aber kann man sagen, dass man letztlich doch einfach zu viele Spieler geholt hat, die die Erwartungen nicht erfüllt haben?
Da möchte ich widersprechen. Seitdem ich dabei bin, wurde das Team zusammengehalten. Wir haben junge Perspektivspieler geholt und dazu ein paar erfahrene Leute. Klar hat man jede Saison zwei bis drei Spieler dabei, die die Erwartungen nicht erfüllen.

Engelchen: Ein Lüner Verein in der Westfalenliga wäre toll. Meine Frage: Freust du dich, dass Ihr nicht mehr in der Staffel der sogenannten „Bauernliga“ seid und wie stark schätzt du die aktuelle Liga nun ein?
Insgesamt freut es uns, obwohl die Staffel 3 jetzt spielerisch stärker als die 4 ist. Man sieht aber einfach mehr bekannte Spieler und Trainer. Auch finanziell ist es für den Verein besser. Und es gibt tolle Derbys.

Was sagt Du zum ersten Gegner und wo steht Ihr derzeit?
Sodingen hat immer oben mitgespielt. Allgemein haben wir ein schweres Auftaktprogramm. Wir selbst sind bei 80 Prozent.

Weiter geht‘s in der Bezirksliga. Dort stehen mit BV Brambauer, Westfalia Wethmar und VfB Lünen gleich drei Lüner Clubs. Wir starten mit BV Brambauer, der zum Auftakt beim VfB Lünen gastiert (So, 15 Uhr, Dammwiese). Sofort Derbyfieber also!

Teufelchen: Hallo Dirk! Ihr seid zweimal in Folge abgestiegen. Geht man nach einer mathematischen Folge würdet ihr nächste Jahr wieder absteigen. Was sagst Du?
Leicht amüsiert: Mathematisch kann man da natürlich nicht widersprechen. Aber im Ernst. Wir haben sogar ein besseres Team als letzte Saison. Mein Ziel ist ein Platz unter den ersten sechs.

Gegen euch zu spielen, bedeutet für manches Team vielleicht etwas besonderes, da ihr vor zwei Jahren und lange Zeit davor noch ein etabliertes Westfalenligateam wart, hat das Team das Zeug, um damit umzugehen?
Ja, wir haben ja auch einige erfahrene Spieler dabei. Das sollte an sich kein besonderes Thema sein.

Engelchen: Was sagt Du zur Stärke der Liga?
Die Liga wird sehr gut sein. Top sind Wethmar, Senden und Werner SC. Ich denke aber, dass es von Platz eins bis acht ausgeglichen sein wird.

Was sagst Du zum ersten Gegner und wo steht Ihr?
Der VfB ist Aufsteiger, bringt ne Menge Euphorie mit und die sind motiviert uns ein Bein zu stellen. Eine harte Partie für uns, aber wir sind in der Lage um gegenzuhalten und auch einen Sieg mitzunehmen. Unsere Form ist derzeit aber eine Wundertüte, die Vorbereitung war einfach zu durchwachsen.


Und beim VfB Lünen?
Teufelchen: Hallo Michael! Der VfB Lünen war in den letzten Jahren oft bei Aufstiegs- und Abstiegsszenarien ein Drama-Team, soll heißen mehrfach hat man Klassenerhalt und Aufstieg in letzter Sekunde vergeigt. Warum wird das diesmal anders?
Wir sind konstanter, der Kader ist größer, so können wir Verletzungen besser auffangen.

Der VfB ist für guten Zusammenhalt bekannt. Hält dieser auch, wenn man in einer starken Liga öfters mal ne Abreibung bekommt und nicht wie in der Kreisliga Siege am Fließband einsammelt?
Genau bei Niederlagenserien wird es sich ja zeigen, ob das Team Charakter hat. Ich denke schon, dass wir das Zeug haben, auch dann zusammenzuhalten.

Engelchen: Was sagt Du zur Stärke der Liga? Die Liga ist bärenstark, sechs bis sieben Teams wollen aufsteigen. Uns kommt das vielleicht zugute, dass viele ihre Ziele schnell revidieren müssen. Dazu denke ich, dass kein Team unten abschmieren wird.

Was sagt Du zum ersten Gegner und wo steht Ihr derzeit? Besser hätte es mit Brambauer gar nicht kommen könne. Wir sind als schlechter Starter bekannt, aber wer gegen den Landesligaabsteiger nicht motiviert ist, dem kann man nicht helfen. Wichtig ist für uns, dass es ein Heimspiel ist, das wird Brambauer auch merken. Die Chancen liegen bei 50:50. Wobei der BVB leicht favorisiert ist als ambitionierter Club. Wir sind derweil bei rund 80 bis 85 Prozent. Ist die Urlaubszeit vorbei, können wir wohl in zwei, drei Wochen in Topbesetzung antreten.

Westfalia Wethmar empfängt zum Auftakt den SC Husen-Kurl am Cappenberger See (So, 15 Uhr).

Teufelchen: Hallo Alex! Man könnte direkt nochmal ein paar Tränen vergießen, denkt man an die letzte Saison und wie ihr einen doch sehr, sehr möglichen Aufstieg verzockt habt. Was muss jetzt besser werden?
Denkt man an das Spiel gegen Overberge, wo wir alleine die zwei Punkte zum Aufstieg verschenkt haben, dann muss man einfach mal stumpf auf Sieg spielen. Keine Fehler machen, nicht unbedingt das 2:0 machen. Einfach mal das 1:0 nach Hause bringen. Ohne Glanz.

Wethmar ist ja der Verein an der Sonnenseite Lünens, vieles boomt. Aber irgendwie wächst die Ungeduld im verein, doch mal Landesliga zu sehen, oder nicht? Schließlich kennen die Wethmarer das Potenzial des Teams.
Die Ungeduld ist in sofern begründet, weil wir jetzt das zweite Mal Zweiter wurden. Aber Wethmar ist ein bodenständiger und familiärer Verein. Da gibt es nicht so sehr den Erfolgsdruck.

Engelchen: Was sagt Du zur Stärke der Liga?
Wir werden viele tolle Spiele mit Brambauer, VfB Lünen, Werner SC und VfL Kamen haben. Die Aufgabe ganz oben mitzuspielen wird aber nicht leicht.

Was sagt Du zum ersten Gegner und wo steht Ihr derzeit?
Der erste Gegner ist defintiv eine Herausforderung. Sie werden wohl auch oben mitspielen. Wir sind nicht ganz da wo wir stehen wollen, wir hatten gute Phasen, aber auch Spiele, wo wir gesehen haben, woran wir brutal arbeiten müssen.
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