Hampel: Trage LSV im Herzen

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Der Ex-LSVer Daniel Dreesen. Foto Janning
 
Chrisitan Hampel (l.) mit seinem früheren Co Klaus Högerl als Trainer des LSV. Foto Goldstein
LÜNEN. „Sicher kann ich mir vorstellen, die Fußballer des Lüner SV ein drittes Mal zu trainieren. Ich trage immer ein Stück LSV in meinem Herzen, habe immer noch beste Kontakte, so zu Imdat Acar, dem Vorsitzenden.“ So outet sich Christian Hampel, der einst die Lüner Löwen als Spieler und Spielertrainer vor dem Abstieg aus der Oberliga rettete, dann, zum zweiten Mal Coach des LSV, diesen 2012 aus den Tiefen der Bezirksliga in die Landesliga zurückführte. Die Bilder rechts zeigen ihn im August 2013 als LSV-Trainer und um 20 Jahre davor als LSV-Stürmer.
Als Hampel und sein Team dort in die Saison 2013/14 einen Fehlstart hinlegten, wurde er im September 2013 von Mario Plechaty abgelöst. Hampel ging zum Westfalenligisten FC Iserlohn.
Am Sonntag (14. 5. 17, 15 Uhr) stehen sich diese beiden Trainer mit ihren Teams am drittletzten Spieltag im Stadion Kampfbahn Schwansbell gegenüber.
Es ist für beide Mannschaften nur noch ein Kampf um die „Goldene Ananas“, ein Spiel um die Plätze zwei bis sechs.
Frohnatur Hampel, immer den Schelm in den Augen, erklärt selbstbewusst: „Herne wird Meister, wir sind aber das spielerisch beste Team der Liga. Ich tippe in Lünen auf einen 1:0-Sieg für uns.“
Schon heute ist der Ex-LSV-Coach mit dem Erreichten zufrieden: „Unser Ziel war, unter die besten fünf Teams zu kommen. Jetzt versuchen wir, den dritten Rang zu verteidigen. Ich bin sehr zufrieden. Dabei waren und sind wir oft mit vielen Langzeitverletzten in einer extrem schwierigen Lage. Auch in Lünen fallen sechs Defensive aus!“
Für Hampel lief für den LSV die Hinserie wie erwartet. Der SCI-Übungsleiter: „Der LSV ist, bei dem Kader, kein normaler Aufsteiger. Doch trotz Gewinn der Hallenmeisterschaften in Lünen und Dortmund ging es dann bergab. Vielleicht haben sie Sonntag mit dem 2:1-Sieg in Olpe die Kurve gekriegt.“
Hampel hat, wie er es immer macht, jetzt auch in Iserlohn für ein weiteres Jahr verlängert. „Die wollen nicht von mir weg. Das freut mich!“ lacht er zu den Verlängerungen seiner beiden Ex-LSVer in Iserlohn, Torwart Daniel Dreesen und Mittelfeldmann Philipp Herder.
Verlängert hat auch der von vielen gejagte Torjäger der Iserlohner, Lukas Lenz, mit 24 Treffern die Nummer 1 der Liga. „Selbst Hernes Trainer Christian Knappmann rief uns an, dass es Interesse an Lukas gibt. Auch der Lüner SV zeigte Interesse, hat sich aber nie offiziell bei uns gemeldet“, so Hampel. „Damit bleiben alle zusammen. Das ist bei uns wie in einer Wohlfühloase, obwohl unser Etat im unteren Drittel der Liga liegt.“ Aus der Jugend hoch geschrieben wurde schon der 18jährige Kevin Meckel. Mit dem 31jährigen Nils Calla ist seit der Winterpause ein gestandener Mann von Oberligisten AS Dortmund neu dabei.“
Für Hampel und den FCI sind Nachhaltigkeit und ein verstärktes Setzen auf die Jugend wichtiger als der schnelle Erfolg. Die Zuschauer danken dies. Zwischen 200 und 400 besuchen die Heimspiele im 10.000 Besucher fassenden Hembergstadion. Damit stehen sie in der Gunst der Fans mit Herne und LSV an der Spitze.
Aktuell verlor Iserlohn sein Heimspiel gegen Neheim 2:3. Der LSV zeigte bei seinem 0:2 in Iserlohn das wohl schwächste Spiel der Hinrunde. Das heißt: Beide Teams haben etwas gut zu machen. Jan-

So tippt Christian Hampel:
Lüner SV – Iserlohn 0:1
Brackel – Sinsen 1:1
Wanne-Eickel – Wickede 2:2
Wiemelhausen – Olpe 1:0
Holzwickede – Kirchhörde 4:0
Horst-Emscher – Herne 0:2
Neheim – Mengde 4:0
Lennestadt – Hordel 0:3
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