Japanische Kampfkünste in Lünen

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Iaido mit Peter Breit (Foto: Foto Stephan Mühlenbrock)
 
Die Teilnehmer (Foto: Foto Stephan Mühlenbrock)
Am Samstag den 23.04.2016 eröffnete der stellvertretende Bürgermeister Herr Störmer in Lünen das internationale Budo-Seminar der Kokusai Budo Koenkai, einem Förderkreis für japanische Kampfkünste. Ausgerichtet wurde das Seminar von der Aikido-Gemeinschaft Lünen.

Drei hochgraduierte Budo-Lehrer aus den bereichen Aikido, Karate-Do und Iaido (japanische Schwertkunst) waren gekommen:

für Aikido: Kyoshi Edmund Kern, 8 Dan Aikido
Leiter des Takemusu Aikido-Dojo in Fürth
für Karate: Kyoshi Walter Smigelski, 7 Dan Karate
Leiter des Budo-Zentrums München
für Iaido: Peter Breit, 2 Dan Iaido, 1 Dan Aikido
Aikido-Dojo Fürth.

Obwohl die drei Kampfkünste Karate-Do, Aikido und Iaido grundverschieden sind, gibt es viele Gemeinsamkeiten und Überschneidungen, die zu der Idee geführt haben, diese in einem Seminar zu vereinen.

Karate ist eine offensive Selbstverteidigungstechnik, in der vornehmlich Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken gelehrt werden.
Aikido ist dagegen rein defensiv ausgelegt und kennt keine Angriffselemente. Hier wird die Kraft eines Angreifers umgeleitet und die Techniken enden meist in einem Wurf oder einer Verhebelung.
Iaido lehrt den präziden Umgang mit dem japanischen Schwert, dem Katana.

Die offensichtlichste Gemeinsamkeit ist: Alle Kampfkünste stammen aus Japan. Eine andere Gemeinsamkeit: Viele Techniken des Aikido und auch des Karate-do entstammen aus der Schwertkunst.

Und nicht zuletzt nutzen alle drei Künste den philosophischen Grundsatz des “do”: japanisch für “Der Weg”. Damit ist gemeint, über die Kampfkunst im Streben nach Perfektion zu Selbstverwirklichung und Selbstbeherrschung zu gelangen und so seine Charakterstärken zu festigen.

Die Lehrer der Kokusai Budo Koenkai haben sich diesen philosoischen Ansatz insbesondere auf ihre Fahnen geschrieben, da in der heutigen Zeit die Kampfkünste immer mehr versportlicht werden und der ursprüngliche philosophische Ansatz mehr und mehr in den Hintergrund tritt. Die Kampfkunst als Werkzeug für die Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen ist im Budo-Förderkreis eines der Hauptziele.
In der Sporthalle der Uhland-Realschule boten die drei Meister am Samstag und Sonntag Trainigseinheiten sowohl in der eigenen Kampfkunst sowie kampfkunstübergreifende Trainingseinheiten an. Besonders letztere lösten bei den gut 60 Teilnehmers aus allen Teilen Deutschlands große Begeisterung aus. Man konnte nicht nur in eine andere Disziplin hereinschnuppern, sondern hatte gleichzeitig die Möglichkeit, mit erfahrenen Budoka anderer Künste Techniken zu vergleichen und ganz neue Erfahrungen zu sammeln.

In einer Demonstration gaben die drei Meister zudem beeindruckende Kostproben ihres Könnens.

Noch während der Veranstalung wurde übereinstimmend beschlossen, diese erfolgreiche Veranstaltung zu wiederholen. Im nächsten Jahr in Potsdam, in 2018 dann erneut in Lünen.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Stephan Mühlenbrock, Lünen

weitere Bilder und Infos unter www.aikido-luenen.de
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