Kicker, Banker, Politiker – Hans-Peter Bludau wird 70 Jahre

Anzeige
LÜNEN. Wenn im Ruhrpott von einem „Blauen“ gesprochen wird, ist in der Regel von einem Mann mit rötlichen Haar die Rede. Der bekannteste „Blaue“ - von Natur aus aber blond - in Lünen heißt Hans-Peter Bludau, Fußballer, Finanzfachmann und heute noch als Politiker aktiv, wird am Samstag, 1. Juli, 70 Jahre alt.
Geboren 1947 im Lüner Süden, schloss er sich, am Tage seines Geburtstages, 1956, dem Fußballern des Traditionsvereins VfB 08 Lünen an. „Von den Knaben über die erste Mannschaft bis zu den Altherren durchlief ich alle Mannschaften“, so der linke Läufer und spätere linke Verteidiger in der Ersten, die Ende der 60er knapp den Aufstieg in die alte Landesliga verpasste. 1972 war Schluss. 1984 lief er noch ein Jahr in den Altherren auf.
In bester Erinnerung geblieben sind für den „ewigen VfBer“ die internationalen Begegnungen mit England und Moskau. Die Kontakte mit den englischen Städten Watford und Bennetts End wurden immer wieder aufgefrischt. 2013 besuchten die Engländer vom FC Bennetts End nach 50 Jahren auch wieder Lünen.
In den 60er Jahren war Bludau für die 08er auch als Geschäftsführer aktiv. 1993 gehörte er mit Alfred König, Peter Kusserow und Gerd Engelke zu den Initiatoren des Baus des VfB-Klubhauses an der Dammwiese.
Die Zeiten im Fußball haben sich geändert. „Nicht immer zum Vorteil“, so der Jubilar. „Damals gab es noch keinen Vertragsamateure, wie heute schon in der Kreisliga. Da reichten die Punkteprämie und die Einladung zum Essen nach dem Spiel. Es war auch alles noch offener, persönlicher. Unser Wolfgang Przygoda hatte bei Borussia Dortmund einen Vertrag bekommen. Ich begleitete ihn nach Dortmund, durfte mit in die Kabine, hörte auch Trainer Horst Witzler zu. Heute unmöglich.“ Seinen VfB lobt er, dass dieser sich wieder mehr um den Nachwuchs kümmert. „Es bringt doch nichts, kurzfristige zu denken und vermeintlich guten Leuten das Geld hinterherzuwerfen!“
Beruflich zog es den Kaufmann nach Ende der Ausbildung Mitte der 60er ins Bankgeschäft. 2007 nahm er an der Gründungsversammlung von „Gemeinsam für Lünen“ (GfL) teil. Verpasste bei den Kommunalwahlen 2009 um nur sechs Stimmen hinter seinem Konkurrenten ein Direktmandat. Eine Periode war er Vorsitzender des Kulturauschusses, gehörte mit zu den Initiatoren des Förderverein Theater Lünen. Inzwischen in Nordlünen lebend, war er Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Brusenkamp und Vorsitzender des Kreisverbandes Wohneigentum Lünen-Selm e.V. Bernd Janning
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.