Lüner SV trauert um Meistermacher Waldemar Ludwig

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LÜNEN. Er zählte zu den erfolgreichsten Trainern der Landesliga-Fußballer des Lüner SV. Dreimal stieg er mit den Rot-Weißen auf, einmal als Spieler, zweimal als Trainer. Waldemar Ludwig (* 8. 10. 2015) starb am Samstag 20. 5. 17) im Alter von 81 Jahren.
„Ja. Ich glaube ich bin gutmütig und gerecht, kann aber auch ganz anderes sein!“ wusste er um die schwere Arbeit im Trainergeschäft, gerade auch in Lünen.
Dort zog er als Knirps erstmals die Fußballschuhe an, gewann mit den Rot-Weißen zwei Stadtmeisterschaften der Schüler. In der Saison 1958/59 wurde Ludwig mit dem LSV Meister der Bezirksklasse Hellweg Nord mit 100:33 Toren und 53:7 Punkten, 10 mehr als der Vize. Eer war der zweite Titel für den 1945 gegründeten Verein. Der erste Spring in die Landesliga glückte in der Saison 1950/51.
Ab 1962 spielte Ludwig für den Bezirksligisten Eintracht Dortmund, unterbrochen von zwei Operationen (1968 Meniskus, 1970 Knie). Er machte als Trainer der Eintracht-Jugend weiter, übernahm 1971 als Coach die Reserve des damaligen Regionalligisten Lüner SV und stieg mit dieser in die Bezirksliga auf.
Es folgte ein halbes Jahr beim damaligen Landes- und heutigen C-Ligisten SV Röhlinghausen in Herne. 1974 meisterte er die Trainer-A-Lizenz und arbeitete als Co-Trainer unter den Chefcoaches Otto Knefler, Horst Buhtz und Otto Rehhagel beim Bundesligisten Borussia Dortmund. Dort saß er 1976 im Spiel gegen RW Essen einmal als erster Mann auf der Bank, wurde dann ein Jahr weiter als Chef geführt. Denn Dieter „Hoppy Kurrat“, der als ehemaliger BVB-Spieler die Borussen als Spielertrainer übernahm, hatte keine Lizenz.
Mit Erfolg arbeitete er ab 1978 zwei Jahren für den Landesligisten Werl, führte dann auf Anhieb den Lüner SV in die Oberliga. Als der Aufsteiger zu wenig punktete und er nicht die Rückendeckung des Vorstandes hatte, wurde er nach einem halben Jahr vom Rheiner Martin Rattka abgelöst. Doch dieser konnte nichts mehr retten, so wenig wie Ludwig anschließend den Abstieg von Hellweg Lütgendortmund nicht verhindern konnte. 1984 kehrte der Mann, der einst im Bergbau beschäftigt war, für zwei Serien zum Lüner SV in die Verbandsliga zurück.
Die Trauerfeier findet am Dienstag, 30. Mai, 12 Uhr in der St. Martins-Kirche, Gabelsbergerstr., Dortmund, statt. Anschließend folgt die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Körne. Text: Bernd Janning, Fotos, Repro: Bernd Janning
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