Plechaty soll es beim Lüner SV richten

Wollen zusammen etwas aufbauen beim Lüner SV: Vorsitzender Imdat Acar, Mario Plechaty und der technische Leiter Hasan Kayabasi.
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Die Spatzen pfiffen es schon seit Tagen von den Stadiondächern. Nun ist es offiziell: Landesligist Lüner SV stellte am Mittwochnachmittag Wunschkandidat Mario Plechaty als Trainernachfolger von Christian Hampel vor. Dabei ist das neue Gesicht sozusagen ein altes.

Denn Plechaty absolvierte sein erstes und auch sein letztes Seniorenjahr in seiner Fußballerkarriere beim Lüner SV. „Vielleicht schließt sich da auch ein wenig der Kreis“, so Plechaty, der nach sechs Jahren Trainerjob beim Dortmunder Club Mengede „neue Herausforderungen suchte. Denn es gab in Mengede auch schon so etwas wie Abnutzungserscheinungen“, erläutert der neue LSV-Coach. Finanzielle Gründe habe der Wechsel zum LSV nicht gehabt.

Kontakte habe es zwischen LSV-Verantwortlichen und Plechaty eigentlich schon immer gegeben. „Ich freue mich auf den LSV, auch wenn der Zeitpunkt des Wechsels nicht optimal ist“, so Plechaty. Die Wogen bei Mengede hätten sich auch geglättet, nachdem Plechaty Mannschaft und Vorstand seine Beweggründe erklärt habe. „Es war mir dann keiner mehr böse. Ich hinterlasse eine intakte Mannschaft in Mengede, die gut gestartet ist. Dazu bleibt dort der Co-Trainer, mit dem ich dort 2,5 Jahre zusammen gearbeitet habe“, betont der LSV-Trainer.

Über Ziele wollte Plechaty nicht reden. „Erst mal muss Ruhe einkehren, dann soll sich die Mannschaft das Selbstvertrauen zurückholen. Das geht nur mit Siegen.“ Um das Team schnell kennenzulernen, und Ursachenforschung zum Fehlstart zu betreiben, lässt Plechaty vier statt drei Mal die Woche trainieren. Ansonsten sollen die Spieler bei Plechaty vor allem eins haben. „Spaß am Fußball, man muss gerne zum Training kommen. Das gilt auch für mich“, sagt der Coach, der in Brambauer wohnt und auch diesen Fakt für wichtig hält. „In der Landes- oder Westfalenliga sollte kein Spieler lange zum Training fahren. Auch mir ist es wichtig, nah am Platz des Vereins zu wohnen. Lünen hat dazu viele gute Fußballspieler, die wir auf lange Sicht zum LSV holen wollen.“

Plechaty, dessen Vertrag zunächst für zwei Jahre gilt, will beim LSV viel erreichen und aufbauen. Doch das alles ginge nicht von heute auf morgen und bräuchte seine Zeit, betont er. Die Zeit scheint der Vorstand dem neuen Coach auch geben zu wollen. Vom Aufstieg redet nach momentan elf Punkten Rückstand keiner mehr.

Christian Hampel ist übrigens nach der Trennung mit dem Lüner SV auch wieder fündig geworden in Sachen Trainerposten. Er ist mit dem Engagement beim FC Iserlohn sogar eine Liga höher in die Westfalenliga aufgestiegen.

Autor:

Holger Schmälzger aus Dortmund-Süd

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