Trauer um Heinrich Konietzka

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FU-Heini Konietzka Foto: Goldstein
LÜNEN-SÜD. Mit Heinrich Konietzka starb, wie erst jetzt bekannt wurde, bereits am 1. Februar, der dritte der vier bekannten Fußball-Brüder aus Lünen-Süd.
Vom dem Quartett lebt noch Günther, der einst genauso talentiert galt wie sein bekannterer Bruder Timo, Spieler und Trainer in der Bundesliga, der Schweiz und der Schütze - für Dortmund – überhaupt in der Geschichte der 1. Liga im August 1963. Ebenfalls schon gestorben ist Kurt Konietzka.
Bei Heinrich Konietzka, geboren am 8. März 1932, bestimmten der Bergbau und Fußball das Leben. Der Mittelläufer jagte ab 1942 dem runden Leder nach. Fußballschuhe gab es damals nicht. Bergmannschuhe wurden einfach mit Zwillingssstollen umgerüstet.
In LünenSüd in der Sedanstraße geboren, hatte er mit dem Konietzka-Clan großen Anteil an der Blütezeit des VfB 08 Lünen. In der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse kickend, zogen die Süder sonntags 3.000 bis 4.000 Fans auf den inzwischen überbauten Platz am Triftenteich.
Heinrich Konietzka hatte seine Wurzeln immer beim VfB, wenn er auch für andere Vereine aktiv war. 1956 wechselte er vom VfB für zwei Jahren zum Lüner SV. Es folgten 1962 zwei Jahre beim damaligen A-Ligisten Davaria Davensberg als Spielertrainer. Nach einer Meniskus-Verletzung machte er ab 1965 bei den Altherren des VfB weiter. Diese hatte er ein Jahr zuvor mit Horst Czauderna und Franz Gehrmann gegründet. Dann trainierte er erstmals seine Süder, wurde anschließend als Coach mit Davensberg Gruppenmeister, verpasste aber jeweils mit Niederlagen in den Entscheidungsspielen gegen Stockum und GW Selm die Meisterschaft des damaligen Fußball-Kreises Lüdinghausen und den Aufstieg in die Bezirksliga.
Über Jahre war Konietzka auch treuer Begleiter der VfB-Ersten, setzte sich bei den Südern für die Gründung eines Fördervereins ein, war in der Nachwuchsarbeit, so auch als A-Jugendcoach beim ehemaligen FC Lünen 74, mit der er 1984 Lüner Hallenstadtmeister wurde, und beim Lüner SV, aktiv, bemühte sich um die Eingliederung junger Ausländer.
Bis im Herbst letzten Jahres besuchte noch mehrmals die Woche ein Sportstudio. Er fuhr liebend gern Fahrrad, war Skilangläufer und durfte immer auf die Unterstützung und das Verständnis seiner Frau Margret bauen. Jan-
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