Wenn's dem König an den Kragen geht

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Olaf Thormann und Christian Krawcyzk in Aktion. (Foto: Schmälzger)
Christian Krawcyzk und Olaf Thormann halten ihre Gegner in Schach. Ihre „Waffen“ sind 16 Spielfiguren, ihr Angriffsziel der gegnerische König. Mal setzen sie ihn matt, mal nicht. Die beiden leidenschaftlichen Schachspieler aus Brambauer sind für den SC Doppelbauer aktiv, haben den Verein 1995 mitgegründet.

Sie spielen schon seit ihrer Kindheit Schach. „Mein Vater hat mich dazu gebracht, ich war fünf oder sechs Jahre alt“, erzählt Olaf Thormann (44), 2. Vorsitzender des Vereins. Christian Krawcyzk, ebenfalls 44 und Spielleiter des SC Doppelbauer Brambauer, ist durch die Schule dazu gekommen. „Ich habe gerne taktiert und überlegt, wie ich den Gegner besiegen kann“, erzählt er. „Ja, der Reiz lag darin, sich mit Freunden und Gleichaltrigen zu messen“, bestätigt Olaf Thormann.

Schach ist durchaus kein Nischensport. An vielen Schulen gibt es zum Beispiel Schach-AGs. „Wir haben bei uns zwar nicht so viele Nachwuchsspieler, aber beim Schachverein Waltrop sind fast 50 Jugendspieler aktiv“, so Olaf Thormann.
„Der Altersdurchschnitt beim SC Doppelbauer ist eher untypisch. Wir haben wenig Junioren und wenig Senioren.“ Die Mitglieder des Vereins, 36 an der Zahl, sind zwischen 25 und 55 Jahre alt. „Schach wird in allen Altersklassen und sozialen Schichten gespielt“. Und natürlich auch von Frauen. „Ihr Anteil ist zwar nicht so groß, aber es gibt auch weiblichen Nachwuchs.“

Sich mit anderen messen, nachdenken, aber auch gemeinsam Spaß haben – das sind die Gründe, warum Christian Krawcyzk und Olaf Thormann Schach im Verein spielen. Jeden Mittwoch treffen sich die langjährigen Freunde mit ihren Mitspielern im Bürgerhaus Brambauer, um zu „trainieren“. Der SC Doppelbauer Brambauer ist Lünens höchstklassiger Schachverein. Die erste Mannschaft spielt in der Verbandsliga und ist zwischenzeitlich fünfmal hintereinander aufgestiegen. Mit den anderen Schachvereinen in Lünen wird jedes Jahr das Pfingst-Open veranstaltet, ein Turnier, das Spieler aus der ganzen Region anlockt. „Wir unternehmen aber auch viele Ausflüge, Kegelabende und Veranstaltungen außer der Reihe“, erzählen die beiden Schachfreunde. Die Geselligkeit wird groß geschrieben.

„Wenn man anderen davon erzählt, dass man Schach spielt, ist die Reaktion meistens sehr positiv. Viele sagen dann, dass sie das früher auch mal gemacht haben. Aber für die meisten ist es nur ein Durchgangssport“, weiß Christian Krawcyzk. Nicht so für ihn und Olaf Thormann. „Wir sind dabei gelieben!“
Zuhause spielen beide allerdings weniger. Auch nicht mit dem Star-Wars-Schachspiel, das Christian Krawcyzk besitzt. „Ich kann die einzelnen Figuren so schlecht auseinanderhalten“, erzählt er schmunzelnd.

Übrigens, von einem Doppelbauer spricht man, wenn sich zwei Bauern hintereinander auf einer Linie befinden. Na, hätten Sie es gewusst?
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