Das Kölner Streichsextett gastiert am 19. November in der Aula der Scharounschule in Marl.

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Das Kölner Streichsextett gastiert am 19. November in der Aula der Scharounschule. Das Ensemble garantiert ein Höchstmaß an Virtuosität und Ausdruckstiefe.
 

Premiere in der Scharounschule: Mit dem von der Musikkritik hoch gelobten Kölner Streichsextett gastiert am Samstag (19.11.2016) um 19 Uhr im Rahmen der städtischen Konzertreihe „Jewish Touch“ erstmals ein Ensemble in der frisch renovierten Aula der Scharounschule. Die Aula ist wegen ihrer besonderen Akustik bekannt und gilt als „kleine Schwester“ der Berliner Philharmonie, die ebenfalls nach Plänen des Architekten Hans Scharoun erbaut wurde.

Klassik und Avantgarde


Das international besetzte Kölner Streichsextett mit Demetrius Polyzoides und Elisabeth Polyzoides-Baich (Violine), Bernhard Oll und Rémy Sornin-Petit (Viola) sowie Uta Schlichtig und Birgit Heinemann (Violoncello) hat sich die konsequente Pflege der klassisch-romantischen Sextettliteratur und deren klangtransparenter Realisation sowie der Beschäftigung mit der musikalischen Avantgarde zur Aufgabe gemacht. Dabei begeistert das Ensemble mit einem Höchstmaß an Virtuosität und Ausdruckstiefe, mit dem es auch größte musikalische Herausforderungen glanzvoll meistert.

Von Hammerschmied bis Schönberg


In der Aula der Marler Scharounschule spielt das Kölner Streichsextett zum Auftakt den klangvollen und eingängigen Pavan in sechs Stimmen des Zittauer Barockkomponisten Andreas Hammerschmied. Es folgt Arnold Schönbergs betörendes, spätromantisches und meisterliches Frühwerk „Verklärte Nacht“ op. 4 für Streichsextett. In der zweiten Hälfte interpretiert das Ensemble dann Brahms erstes Streichsextett B-Dur op. 18, ein besonders ansprechendes Werk, das von vielen volkstümliche Elementen durchzogen ist und das Brahms selbst in falscher Bescheidenheit als „sentimentales Stück“ beschrieben hat.

Karten sind ab sofort erhältlich


Die Konzertreihe „Jewish Touch“ präsentiert Werke der jüdischen Musiktradition und wird unterstützt von der Kluth-Stiftung „Jugend und Kultur“. Karten für das Kammerkonzert mit dem Kölner Streichsextett am 19. November 2016 um 19 Uhr in der Scharounschule (Westfalenstraße 80) sind ab sofort zum Preis von 12 Euro im Stadtinformationsbüro i-Punkt im Einkaufszentrum Marler Stern erhältlich (montags bis freitags von 9.30 bis 18 Uhr, samstags bis 13 Uhr, Telefon: 0 23 65 / 99 43 10).

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as Kölner Streichsextett


Das Streichsextett wurde 1997 von Demetrius Polyzoides und dem mittlerweile verstorbenen Uwe Ender gegründet. Die kammermusikalisch und solistisch erfahrenen Musikerinnen und Musiker machten sich mit Uraufführungen avantgardistischer und selten gespielter Werke schnell einen Namen. Uraufführungen der Streichsextette von Augusto Valente (1999), Horst Schiffbauer (2002) und Wolfgang Danzmayr (2004) sowie Aufführungen in Vergessenheit geratener Werke von Hans Koessler, Eduard Franck und anderen Komponisten belegen zugleich das breite Spektrum des Ensembles.

Transparente und vitale Darbietungen


Große Beachtung fand ein Konzert des Kölner Streichsextetts im Juni 2000 im Bonner Beethoven-Haus anlässlich der Übergabe des Faksimiles von Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6 an die Öffentlichkeit. Das Ensemble spielte die 1810 entstandene Streichsextett-Fassung der „Pastorale“ von Michael Gotthardt Fischer, einem Zeitgenossen Beethovens, die mittlerweile auch auf CD erschienen ist und herausragende Kritiken erhielt. So urteilte das Fachmagazin Fono Forum: „Mit seiner Aufnahme von Michael Gotthardt Fischers Bearbeitung von Beethovens 'Pastorale' gelingt dem Kölner Streichsextett ein kleines Kunststück: durch eine (…) schlanke, bis in die kleinsten Verästelungen hinein transparente und gleichzeitig sehr vitale Darbietung".

Großes Repertoire


Neben der Beethoven-Einspielung liegen CD-Aufnahmen der Streichsextette von Johannes Brahms, Adolf Busch, Kurt Hopstein und Augusto Valente vor. Zuletzt erschienen ist eine CD mit Werken von Arnold Schönberg, Andreas Hammerschmidt, Richard Strauss, Wolfgang Danzmayr, Tatjana Komarova und Béla Bartók.
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