Ein intensiver Einblick in die Marler Geschichte

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v.l.n.r. Dr. Hans-Ulrich Berendes, Leiter der Geschichtswerkstatt, Bürgermeister Werner Arndt, Nevin Toy-Unkel, Uwe Frank Bauch
Marl: insel-Saal | Am 29. Januar 2015 fand eine Lesung der Geschichtswerkstatt, Arbeitskreis der insel VHS in Kooperation mit dem Heimatverein über ihr zweibändiges Werk „Zuwanderung in Marl“ im alten Lesesaal statt.

Bürgermeister Werner Arndt würdigte in seiner Begrüßung die Forschungsarbeit der 17 Autoren für die Stadt Marl.
Dr. Hans-Ulrich Berendes, Leiter der Geschichtswerkstatt, erläuterte das nun mehrjährige Projekt über „Zuwanderung in Marl“ und berichtete über seine Wirkung bis nach Weimar und Lateinamerika. Er referierte aus dem ersten Band Zuwanderung in Politik und Siedlung über die Stadtplanung der 1950er und 60er, über die Beheimatung des ungarischen Flüchtlingsorchesters Philharmonia Hungarica und über die Entwicklung der kommunalen Migrantenvertretung, die Modellcharakter hatte.
Frau Monika Buddych las aus dem Siedlungsteil über die Entstehung der Blumensiedlung in den 1930ern und berichtete viele kuriose Details.

Frau Angelika Müller, Koordinatorin des zweiten Bandes über Zuwanderung und Religion, bot eine Zusammenschau von den Erlebnissen Rolf Abrahamsohns in Alt-Marl während des Nationalsozialismus, über das mutige Wirken des Asylkreises in den 1990ern bis zu einer statistischen Zusammenstellung der hier lebenden ausländischen Staatsbürger heute.

Fachbereichsleiter Uwe Frank Bauch übernahm die Moderation der interessanten und nachdenklichen Diskussion, die mit einem Gedicht von Hilde Domin über Heimat endete, vorgetragen von der Marlerin Frau Ilse Seck. Viele Gedanken und Ergebnisse aus der Diskussion und den Bänden werden bei der Arbeit im Bereich von Migration in der Stadt Marl eine Rolle spielen.

Die Abgabe der Bücher erfolgte gegen eine Spende für die Arbeit der Geschichtswerkstatt im Beisein der Fotografin Frau Nevin Toy-Unkel, die viele Fotos von Marler und Marlerinnen für die historischen Lesebücher angefertigt und auf ihr Honorar verzichtet hatte.
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