ENTARTETE KUNST der Fall Cornelius Gurlitt im Marler Theater

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(Foto: Renaissance Theater Berlin)

Im Theater wird das Stück ENTARTETE KUNST aufgeführt. Der Fall Cornelius Gurlitt in der Fassung von Ronald Harwood  und Deutsch von Max Faber. Das Renaissance Theater Berlin spielt das Stück am Dienstag (28.11.) in Marl.    Gurlitt  war Erbe der über 1.500 Werke umfassenden Kunstsammlung seines Vaters Hildebrand Gurlitt. Diese Sammlung stand mit Cornelius Gurlitt im Mittelpunkt des „Schwabinger Kunstfunds“ von Anfang 2012, nachdem er Ende 2013 öffentlich geworden war.

Fall Cornelius Gurlitt

Cornelius Gurlitt fällt bei der Einreise von der Schweiz nach Deutschland dem bayerischen Zoll auf. Die Beamten wundern sich, dass dieser unauffällige Mann knapp 10.000 € an Bargeld mit sich führt. Routinemäßige Ermittlungen der Staatsanwaltschaft fördern  zutage. Er besitzt eine riesige Sammlung moderner Kunst. Der geschätzte Wert mindestens eine Milliarde Euro. Von einem Milliardenschatz ist schnell die Rede.

Raubkunst der NAZIS

Es geht um Raubkunst,  Hildebrandt Gurlitt, Cornelius Gurlitts Vater, arbeitete als Kunsthändler für die Nazis. Es war sein Auftrag, die aus deutschen Museen beschlagnahmte "Entartete Kunst" ins Ausland zu verkaufen. Und ganz nebenher hat er auch Bilder für seine eigene Sammlung erworben. Die Staatsanwaltschaft Augsburg beschlagnahmte in den Tagen vom 28. Februar bis 2. März 2012 sämtliche aus dem Nachlass seines Vaters stammenden Kunstwerke, die Gurlitt in seiner Münchner Wohnung aufbewahrte. Die Beschlagnahme der 1280 Werke wurde der Öffentlichkeit durch einen Bericht am 3. November 2013 bekannt. Das Theaterstück von Ronald Harwood erzählt  seine Geschichte und es ist keine Dokumentation, wie der Autor ausdrücklich betont.

Ronald Harwood

Ronald Harwood wurde 1934 in Kapstadt geboren. Mit 17 Jahren kam er nach London. Dort besuchte er die Royal Academy of Dramatic Art und wurde bald Mitglied der Royal Shakespeare Company. Zu seinen erfolgreichsten Theaterstücken zählen DER FALL FURTWÄNGLER, KOLLABORATION und DER GARDEROBIER, das auch verfilmt wurde. Neben seinen Theaterstücken ist Harwood besonders als Drehbuchautor bekannt. Der berühmteste Film nach seinem Drehbuch ist DER PIANIST (Regie: Roman Polanski). Hollywood ehrte Harwood für diese Arbeit 2003 mit einem Oscar. 2005 schrieb er, wieder für Polanski, das Drehbuch zu dessen Verfilmung von OLIVER TWIST. Aus dem Jahr 2007 stammt sein Drehbuch zu dem Film DIE LIEBE IN ZEITEN DER CHOLERA. Gemeinsam mit Baz Luhrmann überarbeitete er das Buch zu dessen Epos AUSTRALIA, das 2008 in die Kinos kam.
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