Fünf Produktionen der Ruhrfestspiele 2017 im Theater Marl

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Mit der Unsicherheit in Zeiten des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels setzen sich die diesjährigen Ruhrfestspiele Recklinghausen vom 1. Mai bis 18. Juni 2017 auseinander. Fünf Produktionen sind im Theater Marl zu sehen.

Motto: "Kopfüber Weltunter"

Unter dem Motto „Kopfüber Weltunter“ richten die Ruhrfestspiele den Blick auf große revolutionäre Momente und ihre gesellschaftlichen wie literarischen Konsequenzen: von der Reformation über die Romantik als Folge der Französischen Revolution, über die Industrialisierung und die Russische Revolution bis hin zur Protestbewegung .

Festspiele reflektieren die aktuellen Entwicklungen

Zugleich reflektieren die Festspiele die aktuellen Entwicklungen – von den Herausforderungen der Flüchtlingsbewegung über den wachsenden Zuspruch radikaler Parteien bis hin zum digitalen Wandel. „In einer von Selbstzweifel durchdrungenen Gesellschaft, die dem Kontrollwahn im privaten und öffentlichen Bereich verfallen ist, steht das Programm der Ruhrfestspiele für Loslösung, Befreiung, vielleicht für Utopie“, so Festspielleiter Frank Hoffmann.

Fünf Produktionen in diesem Jahr in Marl

Im Theater Marl kommen in diesem Jahr fünf Produktionen zur Aufführung. In „Willkommen – Ein deutscher Abend“ geht es um eine musikalisch-satirische Beschäftigung mit der Willkommenskultur und Festspielleiter Frank Hoffmann, in „We shall Overcome – Pete Seeger“ wird die Musik des Folkmusikers und Begleiters der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung als eine Geschichte politischer und gesellschaftlicher Veränderungen erzählt.

Dagegen verblüfft die australische Kompanie Gravity & Other Myths in „Backbone“ mit einer meditativ-akrobatischen Kunst, in der physikalische Gesetze scheinbar außer Kraft gesetzt werden, wenn sich die Individuen wie einzelne Wirbel zu einer atemberaubend hohen Säule auftürmen, um plötzlich halsbrecherisch zusammenzustürzen. „Dakhla“ ist eine Hommage des berühmten französischen Choreographen Abou Lagraa an die drei Hafenstädte Hamburg, Algier und New York und die ganz eigene Art, in der sie ihre Offenheit zur Welt verkörpern. Ausgangspunkt für die Revue „1917“ sind die Schriften und Bilder von Künstlern und Intellektuellen aus dem Jahr der russischen Revolution, mit denen Geschichte in dramatischen Collagen aus dem Schlaf des Vergessens auf die Bühne gerufen wird.
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