Grimme-Preis 2015: Bislang drei Nachnominierungen im Wettbewerb um den 51. Grimme-Preis

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(Foto: Grimme-Institut)
 
(Foto: Grimme-Institut)

„Es ist alles in Ordnung“, „Männertreu“ und die Dokumentation „Die Arier“ können sich Hoffnung auf begehrte TV-Auszeichnung machen

Im Wettbewerb um den 51. Grimme-Preis haben am Samstag die Jurys für die Wettbewerbskontingente Fiktion sowie Information und Kultur ihre Arbeit aufgenommen. Dabei wurde im Bereich Fiktion die Fernsehfilme „Es ist alles in Ordnung (WDR) und „Männertreu“ (HR) nachnominiert. Im Bereich Information und Kultur ist die Dokumentation „Die Arier“ (ZDF/Arte) zusätzlich im Wettbewerb. Die Jury Unterhaltung, die erst am kommenden Montag (02.02.2015) mit der Sichtungsarbeit beginnt, kann ebenfalls noch eine Nachnominierung aussprechen.
„Es ist alles in Ordnung“ (Regie: Nicole Weegmann, Buch: Christina Ebelt und Ingo Haeb) beschreibt die Entwicklung einer Patchwork-Kleinfamilie, in das Verhältnis von Tochter Sarah (Sinje Irslinger) und Stiefvater Andreas (Mark Waschke) zunehmend eskaliert, während Sarahs Mutter Birgit (Silke Bodenbender) den dramatischen Ereignissen zum Trotz das Bild einer scheinbar intakten Eltern-Kinder-Welt hochhält.
„Männertreu“ (Regie: Hermine Huntgeburth, Buch: Thea Dorn) erzählt die Verschränkung von Familiengeschichte und Medienskandal: Georg Sahl (Matthias Brandt), Chefredakteur einer einflussreichen Tageszeitung, soll Bundespräsident werden, hat aber ein Verhältnis mit einer 30 Jahre jüngeren Volontärin. Während seine Frau Franziska (Suzanne von Borsody) die Affäre zunächst toleriert, wendet sich Sohn Thomas (Maxim Mehmet) gegen den Vater.
In „Die Arier“ begibt sich Mo Asumang (Buch/Regie) auf eine persönliche Reise, um die Ursprünge des Arierbegriffs und dessen Missbrauch in Deutschland und den USA zu ergründen. Die Regisseurin und ehemalige ProSiebenModeratorin konfrontiert Rassisten mit scheinbar arglosen Fragen und sucht nach den Menschen, die hinter der hasserfüllten rechten Ideologie stehen. Asumang war bereit 2008 mit ihrem thematisch ähnlich gelagerten Debutfilm „Roots Germania“ für einen Grimme-Preis nominiert.

Die Jurys des 51. Grimme-Preises tagen bis zum 5. Februar im Grimme-Institut. Die Preise werden am 27. März in Marl verliehen.


Crew/Castlisten der Nachnominierungen


„Es ist alles in Ordnung“
Erstausstrahlung: 15.1.2014, Das Erste
Darsteller: Silke Bodenbender, Mark Waschke, Sinje Irslinger, Caemon van Erp, u.a.
Regie: Nicole Weegmann
Drehbuch: Christina Ebelt, Ingo Haeb
Kamera: Ngo The Chau
Schnitt: Andrea Mertens, Nicole Kortlüke
Produktion: 2Pilots Filmproduction
Redaktion: Michael André (WDR)

„Männertreu“
Erstausstrahlung: 30. Juli .2014, Das Erste
Darsteller: Matthias Brandt, Suzanne von Borsody, Maxim Mehmet, Lisa Hagmeister, Peri Baumeister, Claudia Michelsen u.a.
Regie: Hermine Huntgeburth
Drehbuch: Thea Dorn
Kamera: Sebastian Edschmid
Schnitt: Silke Franken
Produktion:. Hessischer Rundfunk
Redaktion: Lili Kobbe (HR)

„Die Arier“
Erstausstrahlung: 29.4.2014, ARTE
Buch:/Regie: Mo Asumang
Kamera: Susanna Salonen, Yoliswa von Dallwitz
Schnitt: Lena Rem
Produktion: Hanfgarn & Ufer und MA Motion Filmproduktion
Redaktion: Kathrin Brinkmann (Arte), Claudia Tronnier (ZDF)
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