Henrik Jordan (15) jazzt brillant - Dorstener lernt in Marl Klavier

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Henrik will neben Klavier bei Detlef Arndt zusätzlich Saxophon spielen lernen. Detlef Arndt hat an Robert Schumann Musikhochschule Düsseldorf Saxophon studiert. (Foto: ST)
 
Henrik Jordan wird am 16.Februar 2018 beim Preisträgerkonzert im Dortmunder Jazzclub "domicil" auftreten. (Foto: Detlef Arndt)

Henrik Jordan haut in die Tasten, er streichelt sie und zaubert am Klavier Musik, die direkt aus seiner Seele in die Finger zu fließen scheint. Der 17 Jahre alte Schüler aus Dorsten steht nicht, wie viele seiner Altersgenossen, auf Heavy Metal oder Rap, sondern er liebt Jazz und Boogie.

Beides vermag Henrik, obwohl er erst seit einem Jahr professionellen Unterricht in Marl nimmt, schon so souverän zu spielen, dass er damit jetzt die Juroren bei dem landesweiten Wettbewerb "Jugend Jazzt 2018" in der Musikschule Dortmund überzeugt hat. Der junge Dorstener belegte in der Altersgruppe II (15 bis 18) in der Solo-Wertung Klavier einen sensationellen 2. Platz.
"Er war der Jüngste in seiner Altersgruppe", wie seine stolze Mutter Melanie berichtet. Auch der Marler Diplom-Musiklehrer Detlef Arndt, bei dem Hendrik Unterricht nimmt, ist höchst erfreut über das hervorragende Ergebnis.
Schon die Einladung, beim Landeswettbewerb "Jugend Jazzt" mitzumachen, ist eine Ehre und keine Selbstverständlichkeit. "Auch weil ich ja erst seit zwei Jahren Klavier spiele", erzählt Henrik Jordan.

"Meinen Sohn muss man bremsen, nicht antreiben". Melanie Jordan

Er war 13, als er einen Schulfreund besuchte, der auf einem Keyboard spielte. Überaus beeindruckt, erklärte Henrik seinen Eltern spontan: "Das will ich auch!" In einer Familie, die keineswegs musikalisch aktiv ist, klemmt sich der Dorstener Schüler seitdem intensiv dahinter, Musik zu machen. "Ich übe mindestens eine halbe Stunde pro Tag, meistens aber zwei Stunden. Manchmal mag ich gar nicht aufhören - es kommt darauf an."
Stimmt, bestätigt seine Mutter. "Henrik muss man nicht antreiben, sondern bremsen." Melanie Jordan findet es wichtig, ihren Sohn bei seiner Leidenschaft für Musik zu unterstützen. Beispielsweise recherchierte sie im Internet in Sachen Instrumente und Unterricht. "Erst spielte Hendrik auch auf einem Keyboard, jetzt hat er ein Klavier."

Saxophon reizt ihn auch

Monatelang war Henrik reiner Einzelkämpfer, aber seit einem Jahr nimmt er bei Detlef Arndt in der Musikschule Malo in Marl Klavierunterricht, der ihn auch zum Wettbewerb begleitete. "Ich bin richtig stolz auf Henrik. Er hat seine Sache großartig gemacht." Zu Jazz und Boggie hat den Jugendlichen niemand gedrängt, diese Musikrichtungen gefallen ihm einfach. "Beim Landeswettbewerb habe ich einen eigenen Boggie gespielt, dann ,Hit The Road Jack' von Ray Charles und improvisiert." Mit 21,3 Prunkten erzielte er (als jüngster der Altersgruppe II, 15 bis 18 Jahre) den zweiten Platz. Insgesamt traten über 70 junge Menschen von 11 bis 20 Jahren an. Sie wetteiferten an Klavier, Schlagzeug, Gitarre, Kontrabass/ E-Bass, Trompete, Flügelhorn, Posaune, Sopran-, Tenor- und Alt-Saxophon sowie im Gesang,
Privat steht Henrik auch auf Rock, beispielsweise von Queen. Klassik in Maßen gefällt ihm auch. Ob er später mal Musik zu seinem Beruf machen und entsprechend studieren möchte, da mag er sich noch nicht festlegen. Außer Klavier reizt ihn aktuell das Saxophon und würde es gerne zusätzlich bei Detlef Arndt belegen.
Und wenn Henrik mal nicht am Klavier dem Jazz und Boggie huldigt, zockt er am PC. "Bald ist die Winterpause vorbei, dann werde ich auch wieder Tennis spielen."
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