MarLeo-Jury trifft knappe Entscheidung

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Philipp Artmann (Foto: Günter Lehn)
 
Der MarLeo...die Bronzeskulptur wird im März an den Sieger Philipp Artmann verliehen (Foto: Günter Lehn)
Marl: ASGSG |

Einen mitreißenden und spannenden Abend erlebten die Zuschauer der ersten MarLeo-Audition in der Aula des ASGSG in Marl. Der Lions Förderpreis Jugendmusikkultur ging dabei an die jungen Musiker Philipp Artmann, Jessica Trocha und die Folk-Rock-Formation Threepwood n‘ Strings.

Am Samstag um 19 Uhr war es endlich so weit. Dann hob sich der Vorhang für den ersten Bewerber um die begehrte MarLeo-Trophäe und den damit verbundenen Förderpreis. Die Bühne der Aula des ASGSG gehörte an diesem Abend 28 jungen Nachwuchskünstlern, die sich in acht Formationen um die Teilnahme an dieser Endausscheidung beworben haben.

Mit dem MarLeo setzt der Förderverein des Lions Club Marl-im-Revier sein langjähriges kulturelles Engagement fort. Sichtbares Zeichen dafür ist die Bronzeskulptur des Wettbewerbs, ein dynamischer Schlagzeuger mit Löwenkopf und wilder Mähne, die dem siegreichen Künstler oder Gruppe im Rahmen einer Gala im Theater Marl im nächsten Jahr übergeben werden soll. Bis zum Bewerbungsschluss Ende Juli hatten sich 20 junge Bands, Chöre, Solisten und Orchester aus Marl und den angrenzenden Nachbarstädten um die Teilnahme an den Marler Auditions beworben. Vor vier Wochen hat die Jury entschieden, welche Bewerber sich bei den Marler Auditions in der Aula des ASGSG den Juroren und dem Marler Publikum präsentieren können. Dabei hatte jeder Bewerber und jede Gruppe exakt zwölf Minuten Zeit, ihre Beiträge zu präsentieren.

Nachdem bereits am Sonntagabend die Entscheidung für Philipp Artmann bekannt gegeben wurde, konnte sich die MarLeo-Jury jetzt auch auf die weiteren Preisträger, die die Gala am 8. März im Theater Marl gestalten werden, einigen. Das Ergebnis um die weiteren Plätze ist dabei denkbar knapp ausgefallen, was auch die langen Beratungen erklärt. Den zweiten Platz, der mit einem zweckgebundenen Geldpreis in Höhe von 400 € verbunden ist, ging an Jessica Trocha. Auf den mit 200 € dotierten 3. Platz platzierten die Musiksachverständigen die Marler Folk-Rock-Formation „Threepwood n‘ Strings“. Wie schon berichtet, wurde der erste Platz mit dem Förderpreis von 1.500 € und der MarLeo-Trophäe an den gebürtiger Marler Philipp Artmann vergeben. Das Publikum hatte noch am selben Abend die Chorgruppe I Dolci zum Publikumsliebling erkoren. Auch dieser, mit 500 € dotierte Preis, ist mit einer Einladung zur Gestaltung der MarLeo-Gala am 8. März 2014 im Theater Marl verbunden.

Die vollständige Laudatio auf die Preisträger wird dann auch im Rahmen der Gala von der Jury vorgetragen. Hier einige Auszüge:

Philipp Artmann:
• „…sehr gute und witzige Lyrik, super Groove, sympathische Performance, gute Stimme, hat einen eigenen, authentischen Stil gefunden…“
• „…authentisch, gute Texte, einnehmende sehr positiv sonnige Ausstrahlung, sehr stimmig!“
• „…das mit Abstand beste Gesamtpaket: sympathisch und authentisch. …“.
• „…ein junger, hochtalentierter Musiker mit ganz eigenem, authentischen Stil und einer mehr als überzeugenden Performance…“
• „…geistreiche, intelligente und zeitgemäße Texte, wunderschöne eingängige Melodien, spannende Arrangements und das, groovend bis in die Fußspitzen, sich selbstbegleitend nur mit der akustischen Gitarre: ein faszinierendes "Gesamtpaket"!
• „…die unverwechselbare Stimme verwandelt das großartige Songwriting in wahre Ohrwürmer, die den Hörer nicht wieder loslassen und ihn sprichwörtlich mitreißen. Dieser Mann gehört auf die Bühne und vor großes Publikum!“

Jessica Trocha:
• „…ausdrucksstarke facettenreiche junge Musikerin, die nicht nur gesanglich, sondern auch schauspielerisch überzeugt…“
• „…Jessica lebt Gesang. Sie schlüpft mit Haut und Haar in eine Rolle und bietet in dieser Rolle die Songs dar, die sie ausgesucht hat…“
• „…Stimme, Technik, Begleitung Intonation hervorragend…perfekte Abstimmung beim 2. Titel zwischen ihr und dem Pianisten….“
• „…eine große Stimme, professionell geschult, vereint mit einer beeindruckenden Ausstrahlung entführt die Sängerin (oder besser noch: Darstellerin) den Zuhörer in die jeweiligen Rollen, in die sie bei ihren Vorträgen schlüpft…“

Threepwood n‘ Strings:
• „…außergewöhnliche Musik, abseits des Mainstreams. Tolle Interaktion untereinander und mit dem Publikum…“
• „…tolle Stimmen, super Groove und Timing, sehr überzeugend und mit Engagement dargeboten…“
• „…an dieser Band begeistert vor allem, dass man hier vier Menschen erlebt, die nicht einmal ein Jahr zusammen musizieren und dennoch schon jetzt rhythmisch und dynamisch sehr synchron agieren…“
• „…sie sind ihrem Projekt ganz und gar verschrieben, ohne verbissen oder angestrengt zu wirken.
• „…auch Threepwood `n Strings hat eigene Songs, deren kompositorische Anlage sich hören lassen kann. Da gibt es klare Linien, sinnige Harmoniefolgen, durchsichtige Arrangements und gute Spannungsbögen…“
• „…eigenwillig (bereits mit ihrem Bandnamen), aber absolut im positiven Sinne, unkonventionelles und durchaus stimmiges Konzept, das die Musiker souverän und klangschön umsetzen…“

Die MarLeo-Entscheidung brachte eine für die Jury schon nahezu unglaubliche Vielfalt an Talenten hervor, die mit Sicherheit Ihren Weg gehen werden. Vielleicht getreu einer Textzeile aus dem von Philipp Artmann präsentierten Titel „So einfach“:

„Die Musik wird unser Kompass sein und uns den Weg bereiten, uns leiten.
Manchmal laut und manchmal leise,
denn auf diese Weise machen du und ich uns auf die Reise.“
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