Vorschläge zum Grimme Online Award 2015, nur noch bis Ende der Woche möglich

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(Foto: grimme institut)
 
(Foto: grimme institut)

Nur noch bis zum Ende dieser Woche läuft die Einreichungsfrist zum Grimme Online Award 2015. Webangebote und Apps, die nicht bis einschließlich 15. März eingegangen sind, können nicht mehr in die Preisentscheidung einbezogen werden. Internetnutzer und Online-Anbieter sind also aufgerufen, Web-Angebote, Apps und persönliche Leistungen noch diese Woche über www.grimme-online-award.de einzureichen. Jeder Internetnutzer, der einen gültigen Vorschlag einreicht, kann dabei sogar selbst gewinnen: einen hochwertigen 8 Zoll Tablet-Computer Cat Helix oder ein Abo der Zeitschrift TV Spielfilm.

Im Trend: Multimedia-Reportagen


Unter den bislang mehr als 900 Vorschlägen finden sich in diesem Jahr besonders viele aufwändig gestaltete Web-Reportagen. Bereits 2014 wurden gleich mehrere dieser multimedialen Storytelling-Projekte für den Grimme Online Award nominiert. So auch der letztjährige Gewinner, „Pop auf’m Dorf“ des WDR, der mit „Pageflow“ ein Tool verwendet, das die Erstellung von Multimedia-Reportagen stark vereinfacht.

„Das kann auch zum Problem werden“, erklärt Lorenz Lorenz-Meyer, Professor für Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt und Vorsitzender der Nominierungskommission. „Man sieht sehr schnell, ob die Macher eines solchen Angebotes es verstehen, die technischen Möglichkeiten wirklich sinnvoll für ihre Inhalte zu nutzen.“ Einige der bislang eingereichten Webreportagen laufen nicht fehlerfrei, es ist unklar, wie der Nutzer durch das Angebot navigieren kann, Audioelemente funktionieren nicht in allen Browsern oder Menüleisten überdecken die Inhalte. „Beim Einstieg ist man leicht von all den technischen Möglichkeiten überwältigt“, berichtet Lorenz-Meyer, „aber die Bewertung des Nutzungserlebnisses, und damit auch die Zugänglichkeit der Angebote, gehören natürlich zu den Qualitätskriterien des Grimme Online Award, die wir zur Einordnung heranziehen.“

In einer ersten Sitzung der Nominierungskommission tauchte unter anderem die Frage auf, ob viele der Webreportagen, bei denen man lediglich auf einer Seite herunterscrollt, nicht eine Rückkehr zur Linearität darstellen und den Nutzer bevormunden. Hat der Nutzer überhaupt noch die Entscheidungsfreiheit, ein Geräusch nicht hören zu wollen, oder ein Video nicht zu sehen? Sind wirklich alle Inhalte, die der Autor einbaut, für den Nutzer sinnvoll, oder verlängern sie die Reportage unnötig? Das richtige Maß bei den eingesetzten Elementen zu finden, sei eine der größten Herausforderungen für die Autoren multimedialer Geschichten, so die Nominierungskommission.
Welche Angebote die Nominierungskommission für die Endrunde des Grimme Online Award 2015 bestimmt, gibt das Grimme-Institut am 29. April bei einer Diskussionsveranstaltung an der Universität zu Köln bekannt. Bis zu 28 Angebote kann sie nominieren, aus denen die Jury bis zu acht Preisträger auswählt. Die Preisverleihung findet am 18. Juni im DOCK.ONE in Köln statt.

Bei der Preisverleihung wird auch der Gewinner des „klicksafe Preises für Sicherheit im Internet“ gekürt. Die EU-Initiative „klicksafe“ prämiert – in Zusammenarbeit mit der Stiftung Digitale Chancen – Angebote, die in vorbildlicher Weise einen sicheren Umgang im und mit dem Internet fördern. Vorschläge hierfür können nur noch bis einschließlich 16. März unter www.digitalechancen.de/klicksafepreis und über www.klicksafe.de eingereicht werden.
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