Marl: Chemiepark | Nach der verheerenden Explosion im Marler Chemiewerk kämpften rund 100 Feuerwehrleute stundenlang, um das Feuer zu löschen. Die gewaltige Hitze hinderte die Einsatzkräfte, eine leblose Person in unmittelbarer Nähe des Brandherdes zu bergen. Als die Wehr am späten Samstagabend die Flammen erstickt hatte, konnte das Opfer nur noch tot geborgen werden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich um einen 45-jährigen Hertener.
Den tragischen Tod des Mannes hatten Sanitäter allerdings schon Stunden vorher festgestellt.
Auch die schwerverletzte Person, die mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialiklinik für Verbrennungen geflogen wurde, kommt aus Herten. Der 31-Jährige ist inzwischen seinen schweren Verletzungen erlegen.
Die Anlage, in der die Detonation stattgefunden hat, soll nach einer Revision erst einen Tag zuvor wieder angefahren worden sein.
Der Hintergrund: Am Samstag, 31. März, erschütterte eine ohrenbetäubende Explosion im Chemiewerk Marl-Brassert und Umgebung. Anschließend verdunkelte eine riesige schwarze Qualmwolke den Himmel über der Anlage. Es handelte sich um eine Explosion in einem Tank, der gegen 13.35 Uhr in riesigen Flammen aufging.
Sofort wurden alle umliegenden Rettungseinheiten aktiviert. Eine CDT-Anlage von Evonik, die zur Vorproduktion von Kunststoffen dient, flog aus noch ungeklärter Ursache in die Luft
Drei Personen wurden zwischenzeitlich vermisst, zwei sind aber später in ihren Wohnungen angetroffen worden. Die dritte vermisste Person entdeckte die Feuerwehr vor Ort leblos unmittelbar in der Nähe des Brandherdes. Lange Zeit war der Zustand der Person nicht klar. Jetzt weiß man, dass der Mann bei der Explosion gestorben ist.
Messungen ergaben, dass keine Gefährdung besteht. Rein vorsorglich sollten jedoch Fenster und Türen geschlossen bleiben. Doch auch diese Anweisung wurde zwei Stunden später zurückgenommen, die Rauchwolke soll nicht giftig gewesen sein.
CDT ist einer der Rohstoffe für Kunststoffteile, die beispielsweise in der Automobilindustrie verwendet werden.
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