Dreiste und lebensgefährliche Metalldiebstähle führten an der Bahnstrecke in Marl (S-9) zu erheblichen Störungen

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Diebstähle von Teilen des elektrischen Fahrdrahtes an der Bahnstrecke in Marl sorgten am gestrigen Tag (29. März) dafür, dass der gesamte Bahnverkehr in diesem Bereich über Stunden hinweg eingestellt werden musste. Die Bundespolizei leitete Ermittlungen ein und warnt vor der lebensgefährlichen Diebstahlsart.

Um 11:30 Uhr gingen Mitarbeiter der Deutschen Bahn zunächst von einer technischen Störung aus. Bis zur Klärung der Ursache wurde aus Sicherheitsgründen die eingleisige Bahnstrecke für den Zugverkehr gesperrt.

Am frühen Nachmittag stand fest, dass Unbekannte an der Marler Straße, in Gelsenkirchen-Buer und an der Rottstraße in Marl Polsum, jeweils auf einer Länge von 150 Metern, Festpunktankerseile aus der Fahrleitung herausgeschnitten hatten (Hinweis: Der Fahrdraht im Schienennetz der Deutschen Bahn hat eine Stromspannung von 15.000 Volt).

Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass der Fahrdraht, an beiden Tatorten, durch den Diebstahl der Festpunktankerseile instabil wurde und herabhang. Eine Zugfahrt hätte in diesem Bereich möglicherweise große Teile des stromführenden Fahrdrahtes heruntergerissen. Der entstandene Schaden wird nach polizeilicher Schätzung zwischen 3.000 - 4.000 Euro liegen und steht im krassen Gegensatz zum Erlös des Diebesgutes. Dieser wird beim jetzigen Kupferpreis unter 200,- Euro liegen.

Die Streckensperrung wurde um 16:18 Uhr aufgehoben. Es entstanden erhebliche Betriebsstörungen im Personen- und Güterverkehr.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Störung öffentlicher Betriebe gegen Unbekannt ein und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Wer hatte in den Nachstunden oder am frühen Morgen (28./29. März) auffällige Fahrzeuge oder Personen im Bereich der Marler Straße in Gelsenkirchen-Buer oder im Bereich der Rottstraße in Marl Polsum beobachtet?
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