Ergebnis der Ermittlungen wegen Schussabgabe durch Polizeibeamte im Rahmen eines unangemessenen Scherzes?

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Jetzt wurde das Ergebnis der Ermittlungen bei einem Schuss aus der Dienstwaffe eines 24-jährigen Polizeibeamten bekanntgegeben. Nachtrag - Polizeibeamter verletzt

(Meldung vom 29.04.: Am Morgen des 29.04.2017 befand sich gegen 07:45 Uhr eine Fußstreife der Polizeiwache Recklinghausen im Bereich des Erlbruchparks. Aus bislang ungeklärter Ursache löste sich dabei ein Schuss aus der Dienstwaffe eines 24-jährigen Polizeibeamten, wodurch dieser am Bein verletzt wurde. Nach Erstversorgung vor Ort wurde er einem Krankenhaus zugeführt und dort operiert. Es kam zu keiner Schädigung oder Gefährdung unbeteiligter Personen. Die näheren Umstände des Vorfalls waren Gegenstand der Ermittlungen.

Das Ergebnis der Untersuchung

Die Ermittlungen haben ergeben, dass ein 28-jähriger Polizeibeamter an dem Vorfall beteiligt war. Dieser hatte sich mutmaßlich im Rahmen eines unangemessenen Scherzes unbemerkt von hinten an den 24-Jährigen angenähert und nach dessen Waffe gegriffen. Dabei löste sich der Schuss und verletzte den 24-Jährigen schwer. Es liegen bislang keinerlei Anhaltspunkte für eine gewollte Schussabgabe vor. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist vielmehr mit großer Wahrscheinlichkeit der fahrlässige und leichtfertige Umgang des 28-Jährigen mit der Waffe ursächlich für die Schussabgabe. Ein technischer Defekt ist als Ursache höchst unwahrscheinlich. Gleichwohl wird diese Waffe auch technisch überprüft. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen zu dem Vorfall: "Der verletzte Beamte ist glücklicherweise auf dem Weg der Besserung. Darüber bin ich sehr erleichtert." Die Polizeipräsidentin betont: "Ich werde den leichtsinnigen Umgang mit Waffen nicht dulden. Mir ist wichtig, dass jede Polizistin und jeder Polizist sicher mit der Waffe umgeht und sich der Gefährlichkeit bewusst ist. Neben einem Strafverfahren, das bereits eingeleitet ist, prüfe ich disziplinarrechtliche Maßnahmen gegen den 28-jährigen Polizisten. Auch wenn ich trotz dieses Ereignisses davon überzeugt bin, dass die allermeisten meiner Beamtinnen und Beamten sorgsam mit Schusswaffen umgehen, wird der Vorfall intensiv nachbereitet, damit so etwas nicht noch einmal passiert."
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