Polizei durchsuchte Wohnhäuser im Rotlichtmilieu Marl

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Im Rahmen von Ermittlungen im Rotlichtmilieu wurden heute ab 15:45 Uhr Wohnhäuser in Marl und Gladbeck durchsucht. Das Ordnungsamt Marl war beteiligt.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft ermittelt die Bundespolizei derzeit gegen die Betreiber des Saunaclubs FKK van Goch. Sie stehen in dem Verdacht, eingeschleuste Ausländerinnen aus Nicht-EU-Ländern zur Prostitutionsausübung in ihrem Betrieb zu beschäftigen. Neben dem banden- und gewerbsmäßigen Einschleusen von Ausländern wird ihnen Steuerhinterziehung und das Vorenthalten von Arbeitsentgelt vorgeworfen. Im Fokus der Ermittlungsbehörde steht darüber hinaus ein türkischer Staatsangehöriger, der für den Bordellbetrieb tätig ist.
Ab 15:45 Uhr bis tief in die Abendstunden hat die Bundespolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft zusammen mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls , der Steuerfahndung und dem Ausländeramt den Saunaclub van Goch sowie 2 Wohnungen in Gladbeck und Marl durchsucht.

Ergebnisse der Durchsuchung

Ziel des Einsatzes war es, Personen festzustellen, die sich unerlaubt in Deutschland aufhalten. Darüber hinaus erhofften sich die Ermittler, Hinweise auf Schleusungshandlungen und Abgabenstraftaten zu gewinnen.
Neben dem Betreiberehepaar wurden 16 Frauen festgestellt, die für den Saunaclub tätig sind. Dabei handelt es sich um 9 Rumäninnen, 5 Bulgarinnen und eine Deutsche.
Eine weitere Prostituierte, vermutlich mazedonische Staatsangehörige, hat sich mit einer total gefälschten bulgarischen Identitätskarte ausgewiesen. Sie hält sich seit 2009 unter diesen Personalien unerlaubt im Bundesgebiet auf und wird nun zur Aufenthaltsbeendigung dem Ausländeramt übergeben.
Eine Prostituierte war zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Nach ihr wird bundesweit wegen Urkundenfälschung gesucht.

Beweismittel gefunden

Es wurden zahlreiche Beweismittel, die für das Strafverfahren von Bedeutung sein können, aufgefunden und beschlagnahmt. Außerdem fanden die Beamten 1 Wurfmesser, 1 Schlagwaffe (Nunchaku), 1 verbotenes Elektroimpulsgerät und eine Softair-Waffe, die jeweils einen Verstoß gegen das Waffengesetz darstellen.
Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurden bisher auch größere Mengen Bargeld gefunden. Diese, sowie weitere Vermögenswerte werden zur Sicherung des entstandenen Steuer- und Sozialabgabenschadens gesichert. Dieser Schaden wird auf 2.7 Mio Euro geschätzt.
Nach dem türkischen Staatsangehörigen wird noch gefahndet.

Ermittlungen gehen weiter

Derzeit laufen die Vernehmungen der Beschuldigten und Zeugen. Die aufgefundenen Beweismittel und ersten Aussagen belasten die Betreiber des FKK-Clubs zum Teil erheblich.
Auf richterliche Anordnung wurde die Durchsuchung eines weiteren Objektes angeordnet.
Die zahlreichen Feststellungen im Rahmen des Zugriffs erfordern umfangreiche Anschlussermittlungen, die die beteiligten Behörden noch lange beschäftigen werden.
Am Einsatz waren insgesamt ca. 140 Mitarbeiter unterschiedlicher Behörden beteiligt.
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