Unzertrennlich ins Verderben?

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Marl/Haltern. Bonnie und Poldi werden seit mehr als zwei Wochen vermisst - unzertrennlich sind sie auf der Suche nach einem Weg nach Hause. Jetzt brauchen die Zwei Ihre Hilfe

Bonnie und Poldi sind die besten Freunde, teilen Spielzeug und Leckerchen. Vor fünf Jahren wurde Poldi aus einer Tötungsstation in Bulgarien gerettet. "Unsere Bonnie haben wir halbtot auf der Straße in der Nähe vom bulgarischen Goldstrand gefunden und mit großer Mühe hier nach Deutschland holen können", weint Diana Kölzow. Vor gut zwei Jahren trafen sich die beiden Mischlinge im Wald und "sind seitdem unzertrennlich", erzählt Uwe Hoven leise.

Am 23. Mai spielten beide im Garten und als sich das Tor öffnete, liefen sie in den nahegelegenen Wald, um sich dort auszutoben. Kein Rufen half! Sie rannten voller Adrenalin über die Bahnschienen und verloren ihre eigene Spur. Zwei Tage später wurden sie in Haltern am See am Forsthof Haard gesehen. Dort waren sie oft zusammen spielen. "Doch wir sind immer mit dem Auto gefahren, über die Autobahn", erinnert sich Diana Kölzow. Keine 27 Stunden später werden sie am Wildpark im Granat nahe Reken gesehen. Sie müssen Autobahnen und die Lippe überquert haben.

Eine ganz große Chance ist dann die Sichtung am 2. Juni in Datteln-Horneburg. Zehn Minuten später ist jemand von der Familie vor Ort und sieht Bonnie aus dem Auto heraus im Wald verschwinden. Die unendlich große Hoffnung muss begraben werden. Eine große Suchaktion bleibt ohne Erfolg. Pettrailer bestätigen jedoch auch, hier waren die Beiden. Die Spuren sind eindeutig.

Sicher ist - Bonnie und Poldi sind noch immer zusammen. Unzertrennlich und unerschütterlich trotzen sie dem Sturm, dem tosenden Regen, Gewittern und großer Hitze. Viele hundert Kilometer werden sie inzwischen zurück gelegt haben, immer auf der Suche nach einem Heimweg. Hunger und Durst treiben sie am Samstag schließlich aus dem schützenden Wald hinaus in eine Wohnsiedlung in Waltrop. Hier wird Bonnie beinahe von einem Auto erfasst. Die aufmerksame Fahrerin des Autos meldet sich noch am gleichen Tag.

Wieder suchen Freunde und Familie. Doch die beiden bleiben verschwunden.


"Wir sind verzweifelt und so sehr auf Sichtungen angewiesen. Wenn wir das Gebiet, in dem sie sich aufhalten besser eingrenzen könnten, würden wir Futterplätze einrichten und uns dort auf die Lauer legen", plant Uwe Hoven. So können die Familien nichts tun, außer auf ein glückliches Ende hoffen. "Wir machen uns natürlich nicht nur um unsere Schätze Sorgen. Die Gefahr für die Autofahrer, wenn die Zwei auf die Straße oder gar Autobahn laufen, ist uns sehr bewusst und auch die Tiere, die die beiden im Wald vielleicht aus großer Not heraus jagen, tun uns unendlich Leid", so Diana Kölzow.

Bitte, helfen Sie mit, halten Sie Ausschau nach den Beiden, richten sich einen Futterplatz ein oder melden Sie uns einfach gute Ideen: Sie erreichen uns unter den drei Handynummern 0176 60032705 oder 01577 9698540 oder 0176 21022090 und bei Facebook auf der Seite: Bonnie und Poldi vermisst.

Damit aus einer unzertrennlichen Freundschaft kein einsames Verderben wird.
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